Aktualisiert 19.08.2009 12:32

PapierindustrieCham Paper Group mit 20 Prozent weniger Umsatz

Der Spezialpapierhersteller Cham Paper Group hat im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatzeinbruch von 19,3 Prozent 149,4 Mio. Franken erlitten. Nur dank des Verkaufs der Immobilien-Tochter Hammer Retex resultiert unter dem Strich ein Gewinn von 5,9 Mio. Franken.

Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 26,7 Prozent, wie die Cham Paper Group, ehemals Industrieholding Cham, am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen hat mit gut 86'000 Tonnen 12 Prozent wengier Spezialpapiere verkauft und sieht sich einem verschärften Preiskampf ausgesetzt.

Der Verkauf von Hammer Retex brachte dem Unternehmen 62 Mio. Franken: Mit den fortgeführten Geschäften ist die Cham Paper Group folglich tief in die roten Zahlen gerutscht. Starke Einbrüche gab es besonders im Geschäft mit Haftverbund-Produkten, die für die kriselnde Autoindustrie bestimmt sind.

Der Verkauf reduzierte indessen die Nettoverschuldung auf 49,9 Mio. Franken. Mit verschärftem Kostenmanagement, Kurzarbeit und Prozessoptimierungen erreichte das Unternehmen ein positives Betriebsergebnis (EBIT) von 1 Mio. Franken, das allerdings 90,7 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt.

Die Unternehmensleitung rechnet mit einer leichten Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr. Die Cham Paper Group erwartet ein positives Betriebsergebnis für das Gesamtjahr 2009. (sda)

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