«Chance für die Denner-Angestellten»
Aktualisiert

«Chance für die Denner-Angestellten»

Stehen Denner-Angestellte vor einem Problem, wenn neue Arbeitsverträge ausgehandelt werden? Denn die Migros zahlt tiefere Mindestlöhne, als Denner dies tat. Die Einbindung in einen GAV ist nach Ansicht von Arbeitnehmerverbänden aber auch eine Chance.

«Für Unia ist das [die Übernahme durch Migros] allemal besser als eine Übernahme durch Lidl, Aldi oder sonst ein Dumping-Unternehmen. Unia fordert von der neuen Mehrheitsaktionärin den Erhalt der Arbeitsplätze und die Regelung der Arbeitsverhältnisse durch einen Gesamtarbeitsvertrag», schreibt die Gewerkschaft Unia umgehend in einem Mediencommmuniqué.

Die Unia befürchtet einen Stellenabbau in den Denner-Verteilzentren. Besonders Zentren in der nähe bereits bestehender Migros-Verteilzentralen könnten gefährdet sein. Die Gewerkschaft fordert auch, dass die Löhne nicht gesenkt werden dürften. Denn bei Denner wird ein höherer Mindestlohn ausbezahlt als bei der Migros. Während Denner-Angestellte monatlich 3600 Franken verdienen, zahlt Migros nur 3300 bis 3500 Franken.

GAV gefordert

Der KV Schweiz verlangt, dass die Denner-Angestellten rasch dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GVA) der Migros unterstellt werden, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Bislang besteht für das Denner-Personal kein GAV.

Der KV Schweiz zeigte sich überdies erleichtert, dass Denner nicht an einen ausländischen Discounter verkauft wurde. Deren Arbeitsbedingungen könnten einem Vergleich mit jenen der Migros nicht standhalten. (sda)

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