Chancen für Freestyle-Halle?
Aktualisiert

Chancen für Freestyle-Halle?

In einer Industriehalle soll ein Freestyle-Provisorium entstehen, weil das Projekt in der Allmend Brunau durch Rekurse blockiert ist. Einsprachen drohen aber auch dieser Zwischenlösung.

Zürichs Freestyler haben es nicht einfach: Der geplante Park auf der Allmend Brunau liegt noch in weiter Ferne – wegen Rekursen von Anwohnern. Jetzt soll ab Juli in einer alten Industriehalle an der Üetlibergstrasse 113 ein Provisorium entstehen, wie das städtische Hochbaudepartement gestern mitteilte. Doch hier droht das gleiche Problem: «Ich bin sicher, dass

die Anwohner sich wehren werden», sagt Laurenz Styger, Präsident des Quartiervereins Wiedikon. «Denn mit ihren Rollbrettern werden die Jugendlichen auf dem Weg zur Halle grossen Lärm machen.»

Noch braucht es eine Baubewilligung, bevor die Stadt die Halle an den Verein Freestylepark Zürich vermieten kann. Besitzer des Gebäudes ist der Kanton, der es kostenlos zur Verfügung stellen würde. Auch heute steht die Halle nicht leer: Anfang Mai sind 30 Besetzer eingezogen. Diese haben der Stadt aber zugesichert, das Feld für die Freestyler zu räumen. Für Styger sind Freestyler aber nicht viel besser als Hausbesetzer: «Nach meinen Vorstellungen ist das etwa die gleiche Szene.»

Ernesto Schneider, Präsident des Vereins Freestylepark, weist das empört zurück. Die Anwohner wären seiner Meinung nach wenig clever, wenn sie rekurrieren würden: «Sie müssen sich halt entscheiden, ob sie lieber Hausbesetzer als Nachbarn haben oder Sportler.» Ein Rekurs würde das Projekt scheitern lassen: Es würde sich dann zeitlich nicht mehr lohnen.

Marco Lüssi

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