Neue Regeln: Chaos bei Fitnessstudios wegen neuer Corona-Massnahmen
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Neue RegelnChaos bei Fitnessstudios wegen neuer Corona-Massnahmen

Dürfen Fitnesscenter nur noch 15 Personen Einlass gewähren, oder gilt die Regelung nur bei Gruppenkursen? Bei den Studios herrscht momentan totale Verwirrung. Das Schutzkonzept wird erst heute abgenommen.

von
Daniel Krähenbühl
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Im Gegensatz zu etwa Deutschland bleiben die Fitnesscenter in der Schweiz trotz der neuen Corona-Massnahmen des Bundesrats weiterhin geöffnet.

Im Gegensatz zu etwa Deutschland bleiben die Fitnesscenter in der Schweiz trotz der neuen Corona-Massnahmen des Bundesrats weiterhin geöffnet.

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Jedoch gibt es verschiedene Regeln: So gilt etwa in allen Innenräumen eine Maskentragpflicht.

Jedoch gibt es verschiedene Regeln: So gilt etwa in allen Innenräumen eine Maskentragpflicht.

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Ausnahmen gibt es nur für grosse Räumlichkeiten, wenn zusätzliche Abstandsvorgaben und Kapazitätsbeschränkungen gelten und die Lüftung gewährleistet ist. 

Ausnahmen gibt es nur für grosse Räumlichkeiten, wenn zusätzliche Abstandsvorgaben und Kapazitätsbeschränkungen gelten und die Lüftung gewährleistet ist.

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Darum gehts

  • Der Bundesrat hat für Fitnessstudios weitere Massnahmen beschlossen.

  • So gilt etwa eine Maskenpflicht im Trainingsbereich und eine Begrenzung auf maximal 15 Personen im Innenbereich.

  • Jedoch ist nicht klar, wie die Fitnesscenter die Regeln umsetzen müssen. Gilt die 15-Personen-Regel nur für Group-Fitness-Kurse oder ganz allgemein? Gilt die Maskenpflicht überall?

  • Ein Schutzkonzept der Fitness-Verbände wird im Laufe des Nachmittags erwartet.

Totale Verwirrung um die neuen Corona-Regeln: Der Bundesrat hat am Mittwoch mitgeteilt, dass Gruppen von bis zu 15 Personen Sport in Innenräumen treiben dürfen, wenn eine Gesichtsmaske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten wird. Ausnahmen von der Maskenpflicht gibt es für «grosse Räumlichkeiten», wenn zusätzliche Abstandsvorgaben und Kapazitätsbeschränkungen gelten und die Lüftung gewährleistet ist.

Wie die Regeln konkret gerade in Fitnessstudios umgesetzt werden, wird aber erst jetzt diskutiert: Laut Informationen von 20 Minuten wird das Schutzkonzept des Schweizerischen Fitness- und Gesundheitscenter Verbands (SFGV) heute Nachmittag abgenommen. Das Schutzkonzept wurde gemeinsam mit dem ehemaligen Leiter der Abteilung «Übertragbare Krankheiten» beim BAG, Daniel Koch, erarbeitet.

Das sagt Bundesrat Alain Berset zu den Fitnesscentern.

20 Minuten

Bundesrat Alain Berset sagte heute im Interview mit 20 Minuten, dass die 15-Personen-Beschränkung für die ganze Trainingsfläche der Fitnessstudios gilt. Einige Fitnesscenter jedoch verstehen die Massnahmen so, dass nur Gruppenkurse von der 15-Personen-Regel betroffen sind. Mit einer Entscheidung zum Schutzkonzept des SFGV wird bis heute Abend gerechnet. Bis es soweit ist, setzen die Schweizer Fitnessstudios die Regeln so um:

Activ Fitness

Im ganzen Innenbereich muss eine Maske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten werden. Im Group Fitness gibt es Einschränkungen: Die Trainings finden nur noch mit höchstens 14 Teilnehmern statt. Was die Beschlüsse im Detail für das Fitnessangebot bedeuten, werde momentan in Zusammenarbeit mit dem Verband und dem BAG evaluiert, sagt ein Sprecher.

David Gym

Vorläufig gilt eine generelle Maskenpflicht auch im Trainingsraum und auf dem Weg zu den Kursräumen. Die Betreiber schreiben auf der Website, dass es sein kann, dass die Maskenpflicht während des Trainings gelockert wird, da die Räumlichkeiten in den Studios grosszügig gehalten sind. Die Teilnehmerzahlen in den Gruppenfitnesskursen werden weiter reduziert, Teilnehmende sollen sich per App dafür anmelden.

Indigo Fitness

Ab sofort gilt hier eine generelle Maskenpflicht im ganzen Club. Während des ganzen Fitnessbesuchs – sowohl beim Kraft- als auch beim Ausdauertraining, beim Stretching und in Kursen – muss eine Maske getragen werden. Auch in der Garderobe gilt die Maskenpflicht. Ausnahmen gibt es nur für den Dusch- und Saunabereich. Den Mitgliedern werden gratis Einwegmasken abgegeben. Gruppenkurse werden auf 14 Teilnehmer limitiert.

Kieser Training

Neben der allgemeinen Maskenpflicht auch während des Trainingsbesuchs gibt es auch hier eine Begrenzung der Mitgliederzahlen. So werden die Kapazitäten auf einen Kunden pro 10 Quadratmeter reduziert. Mitglieder können sich per App oder Website für einen Trainingsbesuch anmelden. Eine Zeitbeschränkung wurde jedoch nicht eingeführt, da mit einer Trainingszeit von 30 bis 45 Minuten gerechnet wird.

Migros Fitness/Fitnessparks

Welche Auswirkungen die am Mittwoch kommunizierten Verschärfungen im Detail auf die Trainings haben, werde momentan analysiert, so ein Migros-Sprecher. Genauere Auskünfte könne man darum derzeit noch nicht geben.

Die Corona-Massnahmen in der Übersicht.

Die Corona-Massnahmen in der Übersicht.

Quelle: Bundesrat, BAG

Nonstop Gym

Wie die Fitness-Betreiber auf ihrer Website melden, bleiben die Gyms offen. Jedoch wird die Anzahl der Mitglieder auf der Trainingsfläche limitiert, abhängig ist die Limite von der Grösse des Studios. Wenn die maximale Auslastung erreicht ist, müssen Besucher vor dem Eingang warten. Auch hier gilt eine obligatorische Maskenpflicht während der Trainings.

Update Fitness

Aufgrund der kantonalen Vorgaben sind die Berner Studios von Update Fitness bereits seit dem 24. Oktober geschlossen. In allen anderen Studios gilt ab sofort eine strikte Maskenpflicht. Zudem wird die Anzahl Trainingsgäste im Center beschränkt – je nach Grösse des Studios.

Bei hohem Besucherandrang gilt eine maximale Aufenthaltsdauer von 60 Minuten. Auf Partner- und Gruppentrainings, beispielsweise Probetrainings, wird momentan verzichtet werden. Bei Gruppenfitness-Kursen besteht eine Reservationspflicht, die Anzahl Teilnehmer pro Lektion wird auf 15 beschränkt. Update Fitness empfiehlt seinen Mitgliedern zudem, möglichst nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

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