Amsterdam: Chaos im Schiphol Airport – 9000 Koffer gestrandet
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AmsterdamChaos im Schiphol Airport – 9000 Koffer gestrandet

Am Flughafen Schiphol in Amsterdam sorgte eine Störung dafür, dass Tausende Passagiere auf ihr Gepäck warten. Darunter sind auch Schweizer.

von
num
Am Amsterdamer Flughafen Schiphol blieben Tausende Gepäckstücke liegen.

Am Amsterdamer Flughafen Schiphol blieben Tausende Gepäckstücke liegen.

Keystone/Remko de Waal

Die Schweizerin S. F.* ist sauer: «Niemand weiss, wann unser Gepäck überhaupt noch zugestellt wird, sie wissen nicht einmal, wo es sich befindet – und das nach zwei Tagen!» Sie ist nicht die Einzige, die nach einem KLM-Flug über Amsterdam auf ihr Gepäck wartet.

Ein Sprecher des Flughafens Schiphol bestätigt lokalen Medien, dass eine Störung am Samstag dazu geführt habe, dass rund 9000 Gepäckstücke von Transferpassagieren stecken geblieben seien. Das betreffe vor allem Passagiere der Fluggesellschaften von Delta Air Lines und KLM.

Vier Tage ohne Neuigkeiten

F. ist eine dieser Passagiere. Sie flog mit KLM aus den USA über Amsterdam nach Genf: «Am meisten fehlen mir ganz praktische Sachen wie Toilettenartikel, Medikamente und natürlich die Kleider.» Dazu gebe es emotionale Artikel, die sie vor Ort gekauft habe und hier nicht einfach so wieder kaufen könne.

Informationen, wo ihre Koffer sind, fehlen ebenfalls. «Mir wurde von KLM über Facebook gesagt, dass sie mir keine Auskunft geben können, wie lange es noch geht.» Anhand der anderen Kommentare auf Facebook warten einige schon seit mehr als vier Tagen ohne Neuigkeiten. Ein Paar schreibt wütend, dass es seit fünf Tagen in Singapur auf seine Koffer warte.

Flugzeuge sind voll

KLM teilte am 31. Juli auf ihrer Website mit, dass die Störung eine Kettenreaktion ausgelöst habe, die noch mehrere Tage andauern werde. Man arbeite mit Schiphol daran, eine Lösung zu finden und alle Koffer ihren Besitzern so schnell wie möglich zuzustellen.

Ein Problem der Fluggesellschaften ist laut dem Schiphol-Sprecher, dass die Flugzeuge derzeit voll mit Ferienreisenden seien und deshalb nicht noch zusätzliche Koffer eingeladen werden könnten.

* Name der Redaktion bekannt

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