Illegale Party in Zürich: Chaoten greifen Polizisten mit Eisenstangen an

Aktualisiert

Illegale Party in ZürichChaoten greifen Polizisten mit Eisenstangen an

In der Nacht auf Dienstag feierten bis zu 200 Personen eine illegale Party neben der PJZ-Baustelle. Als die Polizei diese auflösen wollte, eskalierte die Situation.

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wed/tür
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Die Stadtpolizei Zürich rückte in der Nacht auf den 26. Dezember mit einem Grossaugebot in Richtung Hardplatz aus. Dort kam es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Sprayern sowie Teilnehmer einer illegalen Party.

Die Stadtpolizei Zürich rückte in der Nacht auf den 26. Dezember mit einem Grossaugebot in Richtung Hardplatz aus. Dort kam es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und Sprayern sowie Teilnehmer einer illegalen Party.

Leser-Reporter
Am Tag nach den Ausschreitungen sind rund um den Hardplatz diverse Graffitis zu finden. Viele davon richten sich gegen die Polizei.

Am Tag nach den Ausschreitungen sind rund um den Hardplatz diverse Graffitis zu finden. Viele davon richten sich gegen die Polizei.

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Am 26. Dezember kurz vor 1.30 Uhr wurde der Stadtpolizei Zürich gemeldet, dass mehrere Personen beim Hardplatz und der Grossbaustelle des Polizei- und Justizzentrums Zürich (PJZ) Betonwände besprayen.

Als die Patrouillen vor Ort eintrafen, wurden sie sofort mit Steinen und Eisenstangen beworfen und angegriffen. Zudem wurde mehrfach pyrotechnisches Material gezündet. Die Stadtpolizei setzte daraufhin Gummischrot und Reizstoff ein. «Wir hatten aus der ganzen Stadt Einsatzkräfte zusammengezogen und hatten auch Unterstützung von Patrouillen der Kantonspolizei», sagt Michael Walker, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

Reizstoff führte zur Auflösung der Party

Die Personen zogen sich danach in die Unterführung beim Hardplatz zurück, in der eine illegale Party mit rund 100 bis 200 Personen im Gang war. «Ob es einen Zusammenhang gibt zwischen den Sprayern und der Party, ist zurzeit noch nicht bekannt», so Walker. Fakt sei jedoch, dass anschliessend weiter Steine und Flaschen aus der Menge in Richtung Polizisten geflogen seien.

Nachdem die Polizisten die Leute mehrfach mit einem Megafon aufgefordert hatten, die Party zu beenden und die Unterführung zu verlassen, wurden sie erneut mit Steinen und Flaschen angegriffen. Nach einer weiteren Abmahnung wurde schliesslich Reizstoff eingesetzt, was dazu führte, dass die Leute die Party beendeten und die Örtlichkeit verliessen.

Keine Verletzten

«Es wurden keine Verhaftungen und keine Kontrollen durchgeführt», sagt Walker. Man sei in erster Linie froh, dass sich bei den Ausschreitungen niemand verletzt habe: «Da kann man sicher von Glück sprechen – geworfene Steine, Flaschen oder Eisenstangen können schwere Verletzungen zur Folge haben.»

Wer hinter der Party und den Sachbeschädigungen steckt, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Auch die Höhe des angerichteten Sachschadens kann noch nicht beziffert werden.

Laut einem Leser-Reporter, der vor Ort war, seien alle Personen komplett in Schwarz gekleidet gewesen: «Es herrschte eine Stimmung wie am 1. Mai.» Er sei sich zudem sicher, dass auch ein paar Stadtzürcher Fussballanhänger an den Sprayereien und Ausschreitungen beteiligt gewesen seien.

Grosser Polizeieinsatz auf der Hardbrücke

Das Video eines Leser-Reporters zeigt den Einsatz beim Hardplatz.

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