Swisspor-Arena: Chaoten werden härter angepackt

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Swisspor-ArenaChaoten werden härter angepackt

Krawallmacher werden es im neuen FCL-Stadion schwer haben: Gestern haben der Klub und die Behörden harte Massnahmen angekündigt.

FCL-Präsident Walter Stierli und Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig unterzeichnen die Vereinbarung. (Foto: mer)

FCL-Präsident Walter Stierli und Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig unterzeichnen die Vereinbarung. (Foto: mer)

Der FCL und der Kanton haben gestern eine Vereinbarung mit neuen Sicherheitsmassnahmen unterzeichnet. Diese wird Fussballfans hart treffen – vor allem trinkfreudige: «Im Gästesektor wird ein grundsätzliches Alkoholverbot herrschen», so FCL-Sicherheitschef Mike Hauser. Das Verbot könne bei Risikospielen aufs gesamte Stadion ausgeweitet werden.

Der geschäftsleitende Staatsanwalt Daniel Burri verspricht ein härteres Durchgreifen gegen Chaoten. «Künftig werden höhere Geldstrafen und Bussen verteilt.» So müsse etwa beim Zünden von pyrotechnischem Material mit einer Geldstrafe von mindestens 90 Tagessätzen gerechnet werden. Bei einem Scharmützel mit der Polizei setzt es gar mindestens 120 Tagessätze. Zudem wird wie bis anhin bei Risikospielen ein Schnellrichter im Stadion anwesend sein.

Neu stehen dem FC Luzern als Grundversorgung 24 Polizeieinheiten pro Spiel gratis zur Verfügung. Der restliche Aufwand für die 18 Meisterschaftsspiele wird mit einem Pauschalbetrag von 570 000 Franken verrechnet – mehr als das Doppelte des bisherigen Betrags. «Damit stossen wir an unsere Grenzen», sagt FCL-Präsident Walter Stierli. Doch letztlich könne eben nicht alles der Steuerzahler berappen.

Fanarbeit: Stadt soll mehr zahlen

Regierungsrätin Yvonne Schärli-Gerig hat sich gestern für die Fanarbeit Luzern ausgesprochen. «Es ist wichtig, dass neben Repression auch präventive Wege gesucht werden», sagte sie gestern bei der Unterzeichnung der Vereinbarung zur Sicherheit bei Fussballspielen. Daher versuche sie die Stadt Luzern zu überzeugen, doch noch den bisherigen Beitrag von 65 000 Franken zu zahlen. Die Stadt will diesen auf 20 000 Franken reduzieren.

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