Dornach SO: Chaoten wollten Auftritt von Blocher verhindern
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Dornach SOChaoten wollten Auftritt von Blocher verhindern

Die Wahlveranstaltung «SVP bi de Lüt» machte am Montagabend Halt in Dornach. Gewaltbereite Demonstranten lieferten sich dort eine Schlacht mit der Polizei.

von
lha
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400 SVP-Anhänger fanden sich am Montagabend im Festsaal des Dornacher Schlosshofs ein, wo Altbundesrat Christoph Blocher erwartet wurde.

400 SVP-Anhänger fanden sich am Montagabend im Festsaal des Dornacher Schlosshofs ein, wo Altbundesrat Christoph Blocher erwartet wurde.

Christian Imark/zvg
Der SVP-Übervater kam mit Verspätung. Rund 30 gewaltbereite Chaoten hatten zuvor versucht, Blochers Limousine den Weg zum Schlosshof zu versperren.

Der SVP-Übervater kam mit Verspätung. Rund 30 gewaltbereite Chaoten hatten zuvor versucht, Blochers Limousine den Weg zum Schlosshof zu versperren.

Christian Imark/zvg
Die Polizei war aber vor Ort und konnte die Demonstration mit Tränengas und Gummischrot auflösen.

Die Polizei war aber vor Ort und konnte die Demonstration mit Tränengas und Gummischrot auflösen.

Martin Töngi

SVP-Übervater Christoph Blocher hätte 19.45 Uhr beim Restaurant Schlosshof eintreffen sollen. Rund 400 SVP-Mitglieder und Sympathisanten warteten dort in der Festhalle auf den Auftritt des wichtigsten Vordenkers der Volkspartei. Aber Blocher war nicht pünktlich: Gewaltbereite Chaoten versuchten, ihn an der Fahrt zum Veranstaltungsort zu hindern. Schon am Vortag hatte in sozialen Medien ein Aufruf die Runde gemacht, die Veranstaltung zu stören. In einem Rund-SMS wurde dazu aufgefordert, «Lärmzeug» mitzunehmen.

Davon bekamen auch die Veranstalter von der SVP Wind. «Wir haben das der Polizei mitgeteilt», sagt Christian Imark vom Parteivorstand der Solothurner SVP. Die Polizei nahm deshalb unterhalb des Schlosshofs auf Höhe der Ruine Dorneck rund 30 vermummte Demonstranten in Empfang und konnte verhindern, dass diese bis zum Veranstaltungsort vordringen konnten. «Das waren keine netten Leute, die waren bewaffnet», so Imark. «Wären sie hochgekommen, wäre das eine Katastrophe gewesen.»

Gummischrot und Pfefferspray

Die Chaoten bewarfen die Polizei mit Knallkörpern, Steinen und anderen Wurfgeschossen. Gesprächsversuche blieben erfolglos. Die Polizei setzte dann gezielt Gummischrot und Pfefferspray ein, um die Kundgebung aufzulösen. Verletzt wurde bei dem Scharmützel nach Angaben der Polizei aber niemand. Sechs Kundgebungsteilnehmer wurde vor Ort kontrolliert. Nun würden Strafanzeigen geprüft, so Polizeisprecher Thomas Kummer.

Die Gäste der SVP-Veranstaltung blieben weitgehend unbehelligt. Als die Organisatoren von der Kundgebung Wind bekamen, evakuierten sie den Apero und verfrachteten alle 400 anwesenden Gäste ins Innere der Festhalle, wo sie vorübergehend eingeschlossen wurden, wie ein Teilnehmer gegenüber 20 Minuten berichtete.

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