Aktualisiert 10.03.2011 15:55

The Daily SheenCharlie bittet seine «Familie» um Verzeihung

Charlie Sheen hat sich bei seinem TV-Bruder «Alan Harper» für seinen Ausraster entschuldigt. Erstmals meldeten sich nun die Co-Stars «Evelyn» und «Judith» zu Wort.

von
phi

Charlie Sheens Medienoffensive geht weiter. Am 9. März rief der 45-Jährige bei der Radiosendung «KEARTH 101» an und bat den Kollegen Jon Cryer dafür um Verzeihung, dass er ihn einen «Verräter» und «Troll» genannt hatte. «Ich entschuldige mich hier und jetzt bei Jon», so der Schauspieler, der sich auch zu seinem möglichen Serien-Nachfolger Rob Loew äusserte.

«Ich bin in Kontakt mit Rob. Er ist ein Freund von mir. Er ist ein wundervoller Mann und ein brillanter Schauspieler. Ich hoffe, er macht es und mischt es auf, denn ihr wisst, ich werde noch bezahlt», sagte Sheen mit Blick auf einen Streit um seinen Vertrag. Der Schauspieler glaubt, dass die Produktion ihm weiter Gage geben müsse, auch wenn die Serie nicht mehr mit ihm gedreht wird. Auch zu den Parodien auf seine Person äusserte sich der «Two and a Half Men»-Star: Er finde sie lustig - «wenn sie geschmackvoll und mit intelligentem Humor gemacht sind».

Sheen: Vornehm mit Kollegen

Schützenhilfe kommt derweil von seinen Serienkollegen. Holland Tylor, die Charlies Mutter Evelyn Harper spielt, setzte sich für Sheen ein. «Charlie war aufrichtig und höflich bei allen seinen Schauspiel-Kameraden. Manchmal sogar vornehm – und immer witzig», sagte die 68-Jährige der Nachrichtenagentur «Associated Press». «Wir haben manchmal in seinem Haus Filme geschaut. Das waren warme Abende mit interessanten, anregenden Konversationen. Das ist der Typ, den ich kenne.»

Die Zeit sei gerade «sehr traurig und kompliziert» und sie wolle Sheens aktuelles Verhalten nicht kommentieren, doch ihre «treue Zuneigung» bleibe bestehen. Und auch andere Kollegen sind offenbar in Sorge: «Wir haben einander angerufen», erklärte Marin Hinkle alias «Judith Harper» gegenüber «E! Online». «Es ist so traurig, dass das vielleicht das Ende von etwas Erstaunlichem sein soll – und alles wegen einer Menge Ego-Kämpfe und Schmerz und offensichtlich wegen des traurigen Gesundheitszustandes von Charlie.»

Suizidgefahr?

Ein weiteres Indiz dafür, dass der Darsteller nicht mehr ganz richtig tickt, ist eine SMS, die das «People»-Magazin von ihm bekommen haben will. «Die Winde heulen heute Nacht. Die Götter sind hungrig. Das Biest lebt. Und ist wach. Und tödlich.» Dazu passt ein Interview bei den US-Kollegen von «Life & Style», das Sheen gegeben hat. «Ich beginne wirklich, meinen Verstand zu verlieren. Ich bin bereit, um Hilfe zu rufen», soll er dem Blatt gesagt haben.

Der Grund für diese Einsicht sei die Angst, das Sorgerecht für seine Zwillinge zu verlieren. «Ich versuche jetzt wirklich, mich im Zaum zu halten.» Besorgniserregend ist dieser Satz: «Mein Anwalt will in mein Haus kommen und die Patronen aus meiner Waffe nehmen.»

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