Solidarität: «Charlie Hebdo» – Kundgebung in St. Gallen
Aktualisiert

Solidarität«Charlie Hebdo» – Kundgebung in St. Gallen

Am Tag nach dem Attentat auf «Charlie Hebdo»: Rund 100 Personen haben sich auf dem Marktplatz in St. Gallen in Gedenken an die Opfer versammelt.

von
Qendresa Llugiqi

Seit dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» vom Mittwoch in Paris gab es weltweite Solidaritätskundgebungen – auch in St. Gallen. Die Gewerkschaft für Medien und Kommunikation «syndicom» organisierte eine spontane Kundgebung mit dem Motto «Für (Presse) Freiheit, gegen Gewalt». Gegen 18.30 Uhr traf man sich am Lämmler-Brunnen auf dem Bahnhofplatz, um dann am Demonstrationszug durch die Altstadt und an der anschliessenden Gedenkminute vor dem Waaghaus auf dem Marktplatz in St. Gallen teilzunehmen. «An der Aktion nahmen rund 100 Personen teil», so Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen. Viele Medienschaffende waren an der Kundgebung ebenfalls präsent.

Auf mehreren Transparenten war der Solidaritätsslogan «Je suis Charlie» zu lesen. Auch wurden zwölf Fackeln und Kerzen für die Opfer des Anschlags gezündet.

«Angriff auf Meinungs- und Medienfreiheit»

Der Mordanschlag auf das Satiremagazin wurde in Ansprachen von Dominik Dietrich, Syndicom-Regionalsekretär, Tagblatt-Chefredaktor Philipp Landmark und Monika Simmler, St.Galler SP-Kantonalpräsidentin, thematisiert und verurteilt.

«Der Anschlag ist ein Angriff nicht nur auf die Meinungs- und Medienfreiheit, er richte sich vielmehr gegen unsere ganze Gesellschaft», sagte Chefredaktor Landmark gegenüber dem «St. Galler Tagblatt».

Gedacht wurde auch der 118 Journalistinnen und Journalisten, die im Jahr 2014 bei der Ausübung ihres Berufs ermordet worden sind.

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