«Papa wo bist du?»: Charlie Hebdo schockt mit Titelblatt zu Brüssel
Aktualisiert

«Papa wo bist du?»Charlie Hebdo schockt mit Titelblatt zu Brüssel

Das Cover der aktuellen Ausgabe von Charlie Hebdo setzt sich mit den Attentaten von Brüssel auseinander. Für viele ist das Magazin mit dem Cover diesmal zu weit gegangen.

von
pat
Reaktion auf die Anschläge in Brüssel: Das aktuelle Cover von Charlie Hebdo. (30. März 2016)

Reaktion auf die Anschläge in Brüssel: Das aktuelle Cover von Charlie Hebdo. (30. März 2016)

Screenshot Twitter

Es ist mehr als ein Jahr her, seit die Redaktion der Satire-Zeitschrift «Charlie Hebdo» von Terroristen angegriffen wurde. Das Blatt erschien seither mehrmals nach Terror-Anschlägen mit provokativen Aufmachern. Auch auf die Attentate in Brüssel haben die Karikaturisten eine Antwort – und diese fällt äusserst brutal aus:

Auf der Titelseite ist der belgische Musiker Stromae zu sehen, der in Anlehnung an seinen Hit «Papaoutai» nach seinem Vater fragt: «Papa wo bist du?». Die Antwort darauf geben ihm herumfliegende Körperteile: «Hier», «dort» und «hier auch noch». Dazu die Überschrift: «Belgien desorientiert.» Der Song von Stromae thematisiert ein Aufwachsen ohne Vater.

Die Front-Seite spaltet die Gemüter der Twitter-User. Eine Frau schreibt: «Das Cover ist top, es reflektiert gekonnt die Realität islamistischen Horrors. Gut gemacht, Leute #CharlieHebdo, unterschrieben von einer Belgierin.»

Ein anderer User twittert hingegen: «Ich bin und werde niemals #charlie sein!»

«Sag mir, dass das lustig oder Satire ist», meint eine andere Userin.

Bei den Terroranschlägen am 22. März am Flughafen Brüssel-Zaventem und in der Metro-Station Maalbeek kamen 32 Menschen ums Leben, vier weitere erlagen im Spital ihren Verletzungen. Es gab rund 300 Verletzte. Die Terror-Miliz Islamischer Staat hat sich zu beiden Attentaten bekannt.

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