Aktualisiert 14.02.2015 22:38

Stimmen zum Slalom

Charlotte Chable ist der Schweizer Lichtblick

Charlotte Chable konnte nach ihrem 15. Platz im WM-Slalom herzhaft lachen. Wendy Holdener dagegen war nach ihrem bitteren Aus den Tränen nah.

von
Oliver Fischer
1 / 11
14. Februar 2015Mikaela Shiffrin jubelt über die Verteidigung ihres Weltmeistertitels im Slalom. Die 19-Jährige fährt vor heimischem Publikum zum Sieg.

14. Februar 2015Mikaela Shiffrin jubelt über die Verteidigung ihres Weltmeistertitels im Slalom. Die 19-Jährige fährt vor heimischem Publikum zum Sieg.

AFP/Ezra Shaw
Hinter ihr landet die konstanteste Slalom-Fahrerin dieser Saison. Frida Hansdotter holt sich die Silbermedaille.

Hinter ihr landet die konstanteste Slalom-Fahrerin dieser Saison. Frida Hansdotter holt sich die Silbermedaille.

Keystone/Hans Klaus Techt
Bronze geht an Sarka Strachova. Die Tschechin fuhr damit nur 1,5 Jahre nach der Entfernung eines Hirntumors wieder auf ein WM-Podest.

Bronze geht an Sarka Strachova. Die Tschechin fuhr damit nur 1,5 Jahre nach der Entfernung eines Hirntumors wieder auf ein WM-Podest.

Keystone/George Frey

Die beste Schweizerin im WM-Slalom ist die junge Charlotte Chable als 15. Wendy Holdener und Michelle Gisin schieden im 2. Lauf aus. Nach ihrer sackstarken Fahrt im zweiten Lauf durfte die 20-Jährige sechs Fahrerinnen lang in der Leaderbox Platz nehmen. Eine Erfahrung, die sie sichtlich genoss. Ihr sei im zweiten Lauf das gelungen, was sie sich vorgenommen habe: «Ich wollte von der frühen Startnummer profitieren und Vollgas geben.» Das ist ihr mit der siebtbesten Laufzeit im zweiten Durchgang hervorragend gelungen und wurde mit dem Sprung von Platz 26 auf 15 belohnt.

Holdener war zum Heulen zumute

Am anderen Ende des Gefühlsspektrums befanden sich nach dem Rennen Michelle Gisin und vor allem Wendy Holdener, die beide früh im zweiten Lauf ausgeschieden sind. Holdener hatte als Achte nach dem ersten Lauf auf einen Exploit gehoft und war nach dem Ausscheiden am Boden zerstört. Es ist nur allzu verständlich, dass die 22-Jährige nach dem unglücklichen Aus den Tränen nahe war.

«Die beiden Slalomschoner sind ineinander hängen geblieben. Das passiert eigentlich selten. So auszuscheiden ist extrem bitter. Die Enttäuschung ist enorm gross, so etwas darf eigentlich nicht passieren», sagte sie nach Rennschluss. Besonders bitter war es, weil sie sich auf den zweiten Lauf nicht nur wegen ihrer guten Ausgangslage gefreut hatte: «Der Lauf gefiel mir sehr beim Besichtigen, ich dachte mir, das könnte mein Lauf sein.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.