Aktualisiert 09.04.2020 07:49

13-Jährige mit Corona-Symptomen

«Charlotte muss nicht länger leiden»

Sie litt an Covid-19-ähnlichen Symptomen, doch ihr Test war negativ. Jetzt ist die 13-jährige Charlotte Figi, die sich für den Einsatz von CBD-Hanföl einsetzte, tot.

von
kle/roy
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Die 13-jährige Charlotte Figi litt an einer seltenen Form von Epilepsie. Jetzt ist sie tot.

Die 13-jährige Charlotte Figi litt an einer seltenen Form von Epilepsie. Jetzt ist sie tot.

via Facebook
Sie litt an Covid-19-ähnlichen Symptomen, wurde auch wie eine am Coronavirus infizierte Patientin behandelt, der Test aber fiel negativ aus.

Sie litt an Covid-19-ähnlichen Symptomen, wurde auch wie eine am Coronavirus infizierte Patientin behandelt, der Test aber fiel negativ aus.

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Mutter Paige Figi mit ihrer Tochter Charlotte - die ganze Familie litt seit mehreren Wochen an Coronavirus-ähnlichen Symptomen.

Mutter Paige Figi mit ihrer Tochter Charlotte - die ganze Familie litt seit mehreren Wochen an Coronavirus-ähnlichen Symptomen.

via Facebook

Die 13-jährige Charlotte Figi aus dem US-Bundesstaat Colorado ist tot. Wie ihre Eltern auf Facebook mitteilten, verstarb ihre Tochter am Dienstagmorgen. Das Mädchen galt in den USA als Symbol im Kampf für die Nutzung von CBD-Hanföl zu medizinischen Zwecken.

Nach Angaben von Charlottes Mutter Paige Figi seien Anfang März mehrere Familienmitglieder mit grippeähnlichen Symptomen erkrankt. Die Ärzte rieten der Familie, zuhause in Quarantäne zu bleiben. Die Symptome der Familienmitglieder waren jedoch noch zu schwach, um die Kriterien für einen Test zu erfüllen. Als sich jedoch Charlottes Zustand am 3. April verschlechterte, wurde sie ins Kinderspital von Colorado Springs eingeliefert.

Sie wurde wie eine an Covid-19-erkrankte Patientin behandelt. Als ihr SARS-CoV-2-Test aber negativ ausfiel, wurde sie aus dem Spital entlassen. Am frühen Dienstagmorgen erlitt das Mädchen einen Krampfanfall, die Eltern brachten es sofort zum Notfall. Kurz danach starb Charlotte an Atemversagen und einem Herzstillstand. «Sie muss nicht länger leiden», schreiben ihre Eltern in einer Nachricht auf Facebook.

Charlotte Figi litt an einer seltenen Form von Epilepsie, dem Dravet-Syndrom. Den ersten Anfall hatte sie schon im Alter von drei Monaten, als Fünfjährige hatte Charlotte bis zu 300 Epilepsieanfälle pro Tag. Die Kinderärzte planten bereits, das Mädchen in ein künstliches Koma zu versetzen, damit sich sein Körper und Gehirn erholen könnten. Paige Figi hatte jedoch im Internet von der Behandlung mit CBD gelesen und schlug vor, die alternative Therapie zu versuchen.

Charlottes Zustand verbesserte sich mit dem Cannabis-Extrakt von einem Tag zum anderen: Nicht nur blieben die Anfälle aus, das Mädchen konnte wieder essen, sprechen und sogar Velo fahren. 2013 strahlte der Fernsehsender CNN einen Dokumentarfilm über Charlotte aus und löste damit eine Riesendebatte um das CBD-Öl in den USA aus.

Das neue Coronavirus

Sars-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2). Diese Bezeichnung wurde vom International Committee on Taxonomy of Viruses am 11. Februar 2020 beschlossen. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO das Virus als 2019-nCoV bezeichnet.

Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) heisst.

Damit verhält es sich bei der neuen Krankheit ähnlich wie bei HIV und Aids. Auch dort hat das Virus (HIV) einen anderen Namen als die Krankheit (Aids).

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