Bauarbeiten gestoppt: Château Gütsch: Stadt stellt jetzt ein Ultimatum
Aktualisiert

Bauarbeiten gestopptChâteau Gütsch: Stadt stellt jetzt ein Ultimatum

Beim Hotel Gütsch in Luzern geht nichts mehr: Darum prüft die Stadt, ob die Baubewilligung verfallen ist.

von
Daniela Gigor
Es steht in den Sternen ob im Hotel Gütsch je wieder gebaut wird.

Es steht in den Sternen ob im Hotel Gütsch je wieder gebaut wird.

In Sachen Gütsch hat die Stadt jetzt genug von leeren Versprechungen: «Wir haben die Château Gütsch Immobilien AG aufgefordert, uns bis Ende März schriftlich bekannt zu geben, welche Baupläne am Gütsch wann umgesetzt werden sollen», sagt Stadtarchitekt Jürg Rehsteiner.

Grund: Im Herbst 2012 ist zwar mit den Sanierungsarbeiten im Hotel gestartet worden, doch in der Zwischenzeit wurden diese wieder gestoppt. «Von der Antwort auf unser Schreiben hängt ab, ob die Baubewilligung verfällt», sagt Rehsteiner weiter.

Keiner weiss was Lebedev wirklich will

Erst hiess es, der Gütsch werde im August 2012 wiedereröffnet, dann im Oktober, dann Ende November. Nichts geschah. Inzwischen gibt das einstige Märchenschloss ein trauriges Bild ab. Die Zugänge auf das verwahrloste Gelände sind verboten oder verschlossen – von Bauarbeitern keine Spur. Keine der im Herbst an den Bauarbeiten beteiligten Unternehmen wollte sich zum aktuellen Stand ihrer Aufträge äussern.

Bei einer Firma hiess es, dass man «unter Schweigepflicht» stehe und verwies auf die Château Gütsch Immobilien AG mit Sitz in Zürich. Bei deren Muttergesellschaft, der Alpstream AG, war gestern niemand erreichbar.

Bernard P. Schiess, einziger Verwaltungsrat und Geschäftspartner des Gütsch-Besitzers und Oligarchen Alexander Lebedev, ist seit Wochen für Medienanfragen nicht zu erreichen. In der Zwischenzeit kursieren die Gerüchte in Luzern um den Gütsch weiter: Etwa, dass für das Haus ein neuer Besitzer gesucht werde.

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