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Diepoldsau SGChauffeur schmuggelt gefälschte Briefmarken

Der Chauffeur eines Reisebusses aus Serbien wurde am Grenzübergang Diepoldsau mit Tausenden gefälschten Schweizer Briefmarken gestoppt.

von
jeb
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Damit hätte man viele Briefe versenden können. Das Schweizer Grenzwachtkorps stellte Ende November 2017 am Grenzübergang Diepoldsau Tausende gefälschte Briefmarken sicher.

Damit hätte man viele Briefe versenden können. Das Schweizer Grenzwachtkorps stellte Ende November 2017 am Grenzübergang Diepoldsau Tausende gefälschte Briefmarken sicher.

GWK
Dank Spezialgeräten konnten die Fälschungen entlarvt werden.

Dank Spezialgeräten konnten die Fälschungen entlarvt werden.

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Die Ähnlichkeit mit echten «Kiefelerbse»-Briefmarken sei gross.

Die Ähnlichkeit mit echten «Kiefelerbse»-Briefmarken sei gross.

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Vor einer Woche, am 24. November, kontrollierten Mitarbeitende des Schweizer Grenzwachtkorps beim Grenzübergang Diepoldsau einen serbischen Reisebus. Bei der Kontrolle der Schlafkabine des 34-jährigen serbischen Chauffeurs stellten die Grenzwächter in braunen Paketen 80'000 gefälschte Briefmarken fest. Das teilte der Mediendienst der Grenzwachtregion III am Freitag mit.

Bei den Briefmarken handelt es sich um Schweizer 1-Franken-Briefmarken der Serie «Kiefelerbse» aus dem Jahr 2011. Die Fälschungen wiesen eine hohe Ähnlichkeit mit echten Briefmarken auf. Sie konnten jedoch durch technische Geräte zur Erkennung von Dokumentenfälschungen entlarvt werden.

Der Chauffeur sowie die Briefmarken wurden für weitere Abklärungen der Kantonspolizei St. Gallen übergeben.

Schmuggel in Bussen nimmt zu

In Reise- und Fernbussen wird regelmässig Schmuggelware entdeckt. «Laut Statistik ist die Anzahl der aufgegriffenen Straffälle seit 2014 um 80 Prozent gestiegen», teilte das Grenzwachtkorps Anfang Jahr auf Anfrage mit. Auch exotische und eher überraschende Schmuggelgüter werden entdeckt, etwa ein geschützter Leguan oder Potenzmittel.

Schmuggler tauschen sich sogar in Internetforen über ideale Verstecke aus. Einer der häufigsten Vorschläge: «Falls der Bus nicht voll ist, verstecke es an unbelegten Plätzen. Aber keine Fingerabdrücke hinterlassen.» Oder auch: «Klebe das Paket mit Sekundenkleber im Busklo unters Waschbecken.»

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