Industrie verstaatlicht: Chávez dreht den Gold-Hahn zu
Aktualisiert

Industrie verstaatlichtChávez dreht den Gold-Hahn zu

In Venezuela geht in Sachen Gold nichts mehr ohne den Staat. Die Gold-Industrie wurde per Gesetz einverleibt. Damit will Präsident Hugo Chávez die Staatskassen füllen.

Die Regierung in Venezuela hat die Goldindustrie des Landes verstaatlicht. Ein von Präsident Hugo Chávez im vergangenen Monat angekündigtes Gesetz trat am Montag mit der Veröffentlichung im Regierungsanzeiger in Kraft.

Ausländische Firmen können damit in Venezuela nur noch Gold fördern und verarbeiten, wenn sie Partnerschaften mit staatlichen Unternehmen eingehen.

«Alles Gold, das auf nationalem Territorium als Folge von Bergbautätigkeit erlangt wird, muss der Republik von Venezuela verkauft und geliefert werden», heisst es in dem Gesetzestext. «Die Republik wird ein Monopol bei der Vermarktung von Gold errichten.»

Chávez hatte das Gesetz im August mit der «Stärkung der nationalen Unabhängigkeit» und dem Kampf gegen «bewaffnete Banden und den Schmuggel» vor allem im Süden des Landes begründet. Dort stammten 60 Prozent der Goldproduktion aus staatlich nicht genehmigten Minen. Venezuela verfügt mit geschätzten fast 366 Tonnen über die fünfzehntgrössten Goldreserven der Welt.

(sda)

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