Fortgesetzte Kriege: Chávez findet Nobelpreis für Obama daneben
Aktualisiert

Fortgesetzte KriegeChávez findet Nobelpreis für Obama daneben

Der venezolanische Staatschef und USA-Gegner Hugo Chávez schreibt, bei der Verleihung des Friedensnobelpreises an US-Präsident Barack Obama habe das Nobelpreiskomitee dessen Entschlossenheit verdrängt, die Kriege im Irak und in Afghanistan fortzusetzen.

Obama habe den Preis nicht verdient, schrieb Chávez am Sonntag in einer Zeitungskolumne. Anstatt den Frieden zu fördern, setze der US-Präsident die Kriegspolitik seines Vorgängers George W. Bush fort.

Das Nobelpreiskomitee hatte am Freitag in Oslo bekanntgegeben, dass der US-Präsident für seine Vision von einer Welt ohne Atomwaffen und seinen Einsatz zur Stärkung der internationalen Diplomatie den Friedensnobelpreis 2009 erhält.

Die Entscheidung kam für viele Beobachter überraschend. Zwar galt Obama als denkbarer Kandidat. Doch die meisten Experten gingen davon aus, dass es noch zu früh sei, um den US-Präsidenten mit dieser hohen Auszeichnung zu ehren - schliesslich trat Obama erst knapp zwei Wochen vor dem Ende der Nominierungsfrist am 1. Februar sein Amt an. (dapd)

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