Krebserkrankung: Chávez kommt nach Hause
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KrebserkrankungChávez kommt nach Hause

Nach seiner Krebsbehandlung auf Kuba ist der venezolanische Staatschef Hugo Chávez nach Venezuela zurückgekehrt.

Der linksgerichtete Präsident ist aus Kuba zurück, kann seine Amtsgeschäfte in Caracas aber noch nicht wiederaufnehmen. Die Behandlung wird nun in einem Militärkrankenhaus fortgesetzt.

Nach mehr als zwei Monaten Abwesenheit ist Hugo Chávez wieder in Venezuela. Der Präsident teilte seine Ankunft am Montagmorgen im Internet-Dienst Twitter mit: «Wir sind wieder in unserer venezolanischen Heimat angekommen. Danke mein Gott!!» Seit dem 1. November hatte sich der Staatschef nicht mehr auf Twitter geäussert. Jetzt schrieb er noch: «Ich halte an Christus fest und vertraue meinen Ärzten und Krankenschwestern.»

Nach seiner Ankunft wurde Chávez in das Militärkrankenhaus Carlos Avelo gebracht, wie Vizepräsident Nicolas Maduro im Fernsehen mitteilte. Dort soll seine Behandlung fortgesetzt werden. «Wir sind sehr froh», sagte Maduro. Der Präsident sei auf der Reise von seiner ältesten Tochter Rosa begleitet worden.

Chávez zu krank für seine Vereidigung

Danke «für so viel Liebe»

Chávez dankte seinen kubanischen Gastgebern Fidel und Raúl Castro, die sich um seine Behandlung gekümmert hatten. Dem venezolanischen Volk dankte er «für so viel Liebe». Der 58-jährige hatte sich seit seiner Reise nach Kuba am 10. Dezember nicht mehr öffentlich geäussert. Am 11. Dezember unterzog er sich seiner vierten Krebsoperation. Chávez hat erklärt, dass ihm im Beckenbereich mehrere Tumore entfernt worden seien. Die Behandlung in Kuba begann im Juni 2011.

Der linksgerichtete Politiker wurde im Oktober vergangenen Jahres für eine weitere Amtszeit von sechs Jahren wiedergewählt. Die Feier zum neuerlichen Amtsantritt war ursprünglich zum 10. Januar angesetzt, wurde dann aber auf unbestimmte Zeit verschoben. (sda)

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