Aktualisiert 20.06.2008 11:46

VenezuelaChávez will der EU den Ölhahn zudrehen

Die neuen EU-Richtlinien über die Abschiebung von Flüchtlingen stossen dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez sauer auf. Nun droht er Europa sogar mit einem Ölembargo.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat den EU-Staaten wegen der umstrittenen neuen Richtlinie über die Abschiebung von Flüchtlingen mit einem Ölembargo gedroht. Wer diese Regelungen anwende, sollte kein venezolanisches Öl mehr erhalten, sagte Chávez am Donnerstag im Fernsehen. Die Europäer beziehen nur zu einem geringen Teil Öl aus Venezuela.

Mit der am Mittwoch vom Europäischen Parlament verabschiedeten Richtlinie sollen EU-weit einheitliche Mindeststandards für die Abschiebung von Flüchtlingen geschaffen werden. So ist unter anderem eine Obergrenze von maximal 18 Monaten Abschiebehaft vorgesehen. Die Regelung muss binnen zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. Menschenrechtsorganisationen übten scharfe Kritik an der Richtlinie. (dapd)

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