Aktualisiert 31.12.2012 08:13

Erneut Komplikationen

Chávez' Zustand nach Krebs-OP ist «heikel»

Beim venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez sind nach seiner vierten Krebsoperation erneut Komplikationen aufgetreten. Es sieht nicht gut aus.

Hugo Chávez hat bereits die vierte Krebsoperation hinter sich.

Hugo Chávez hat bereits die vierte Krebsoperation hinter sich.

Um Venezuelas Präsident Hugo Chávez Gesundheit steht es nicht gut. Sein Zustand sei «heikel», sagte Vizepräsident Nicolas Maduro am Sonntagabend in einer Fernsehansprache aus Kuba. Zu den Problemen sei es während einer Atemwegsinfektion gekommen. Weitere Einzelheiten nannte Maduro zunächst nicht. Er war am Samstag unerwartet nach Havanna aufgebrochen, um Chávez zu besuchen.

Die Entwicklung des 58-jährigen Präsidenten sei «nicht frei von Risiken», sagte Maduro, der am Samstag nach Havanna gereist war. Er habe mit Chávez am Sonntag sprechen können. Maduro übermittelte auch einen Neujahrsgruss des Präsidenten. Chávez habe ihn ausdrücklich angewiesen, der Öffentlichkeit über seinen aktuellen Gesundheitszustand zu berichten.

Vizepräsident bleibt in Havanna

Neunzehn Tage nach der «komplexen» Operation sei sein Zustand weiterhin «delikat». Die physische und geistige Stärke von Chávez ermögliche ihm, die schwierige Lage zu bekämpfen. Maduro drückte die Hoffnung aus, dass «der enorme Lebenswille» des Präsidenten ihn zum Erfolg führe.

Der Vizepräsident erklärte, er werde angesichts der Lage «die nächsten Stunden in Havanna bleiben». Die Fernsehansprache hielt Maduro in Begleitung eine der Töchter von Chávez, Rosa Virginia. Der Vizepräsident führt die Regierungsgeschäfte in Abwesenheit von Chávez.

Neue Amtszeit beginnt am 10. Januar

Der im Oktober wiedergewählte Chávez soll am 10. Januar 2013 seine neue, bis 2019 dauernde Amtszeit antreten. Sollte er dazu nicht in der Lage sein, müssen Neuwahlen ausgerufen werden.

Der erst kürzlich wiedergewählte Chávez hatte sich Anfang Dezember in Kuba seiner vierten Krebsoperation seit Juni 2011 unterziehen müssen. Wenige Tage nach dem Eingriff erlitt er bei einer Untersuchung Blutungen, von denen er sich nach Regierungsangaben jedoch mittlerweile weitgehend erholt haben soll. (sda/dapd)

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