Konflikt in Syrien: Chef der Al-Kaida fordert Ende der Bruderkämpfe

Aktualisiert

Konflikt in SyrienChef der Al-Kaida fordert Ende der Bruderkämpfe

Aiman al-Sawahiri fordert die Aufständischen in Syrien auf, gemeinsam gegen Präsident Assad zu kämpfen. Zuvor war es unter rivalisierenden Rebellengruppen zu Gewalt gekommen.

ale
von
ale
Aiman al-Sawahiri wendet sich an die Rebellen in Syrien und fordert ein Ende der Kämpfe.

Aiman al-Sawahiri wendet sich an die Rebellen in Syrien und fordert ein Ende der Kämpfe.

Der Chef der Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, hat ein Ende der Kämpfe zwischen den Aufständischen in Syrien gefordert. Die «Bruderkämpfe» zwischen Dschihadisten und den anderen Rebellen müssten «unverzüglich» aufhören, sagte al-Sawahiri in einer am Donnerstag verbreiteten Audiobotschaft. Darin wandte sich der Extremist an «alle dschihadistischen Gruppen und an alle freien Männer», die darauf hinwirkten, dass die syrische Führung unter Präsident Baschar al-Assad gestürzt werde.

Bereits am Sonntag war eine Audiobotschaft im Internet aufgetaucht, in der die Dschihadisten-Organisation Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIS) die in Syrien kämpfenden Rebellen aufrief, sie sollten die Staatsführung um Assad bekämpfen, statt sich gegenseitig zu bekriegen. Diese Botschaft stammte mutmasslich von ISIS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi. Er kam mit seinem Aufruf nach einer Zusammenarbeit der Rebellen dem offiziellen Statement des Al-Kaida-Chefs zuvor.

Die ISIS steht Al-Kaida nahe. In einer Botschaft von Anfang Januar hatte sie noch zur «Vernichtung» der syrischen Aufständischen aufgerufen. Die ISIS-Kämpfer, von denen viele aus dem Irak stammen, waren bei den syrischen Aufständischen im Kampf gegen Assad zunächst willkommen, weil sie gut organisiert, gut bewaffnet und kampferprobt sind. Inzwischen werfen mehrere Rebellengruppen ISIS jedoch vor, gewaltsam gegen rivalisierende Rebellen vorzugehen. (ale/sda)

Deine Meinung