Verbot durch Premier League – Chelsea schliesst Abramowitsch aus der Clubführung aus

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Verbot durch Premier LeagueChelsea schliesst Abramowitsch aus der Clubführung aus

Der russische Oligarch sitzt nicht mehr in der Leitung des Londoner Vereins. Nach den verhängten Sanktionen gegen Abramowitsch verbietet es ihm die Liga, weiter als Direktor tätig zu sein.

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Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch gehört nicht mehr der Club-Leitung an. 

Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch gehört nicht mehr der Club-Leitung an. 

AFP
Abramowitschs Ausschluss hat keinen Einfluss auf das Premier-League-Team. 

Abramowitschs Ausschluss hat keinen Einfluss auf das Premier-League-Team. 

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Den Chelsea-Fans ist aktuell nicht zum Jubeln zumute.

Den Chelsea-Fans ist aktuell nicht zum Jubeln zumute.

AFP

Darum gehts

  • Clubbesitzer Roman Abramowitsch ist aus der Chelsea-Leitung ausgeschlossen worden. 

  • Die Premier League verbietet es dem Russen, weiter als Direktor des Clubs zu amtieren.

  • Auf den Trainings- und Spielbetrieb der Mannschaft hat der Beschluss keine Auswirkungen.

Der russische Milliardär Roman Abramowitsch ist nun auch offiziell aus der Führung des Londoner Fussballvereins FC Chelsea ausgeschlossen worden. Nachdem die britische Regierung bereits wegen seiner angeblichen Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin Sanktionen gegen Abramowitsch verhängt hatte, verbot die Premier League dem 55-Jährigen am Samstag, als Direktor tätig zu sein.

Auf den Trainings- und Spielbetrieb der Mannschaft hat der Beschluss keine Auswirkungen. Auch für den Milliardär ändert sich formal nichts, denn Abramowitsch hatte bereits unter der Woche die Kontrolle über den FC Chelsea verloren, den er zu verkaufen versucht. Nach Informationen britischer Medien soll trotz der Sanktionen ein Verkauf möglich sein, allerdings unter strengen Auflagen. So darf Abramowitsch beispielsweise nicht an der Transaktion verdienen.

Verkauf in vier bis sechs Wochen?

Laut «The Athletic» könnte das Geschäft in vier bis sechs Wochen über die Bühne gehen. Demnach führt die britische Regierung derzeit Gespräche dazu mit dem US-amerikanischen Bankunternehmen Raine, das mit dem Verkauf des Club-Weltmeisters Chelsea beauftragt wurde, bevor die Sanktionen gegen dessen Eigentümer in Kraft traten.

Grossbritannien hatte am Donnerstag in Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine harte Massnahmen gegen Abramowitsch und Chelsea verhängt. Der Club darf keine Spielertransfers mehr tätigen, keine Eintrittskarten für Spiele oder Fanartikel mehr verkaufen. Laut Medienberichten sollen zudem Konten des Vereins eingefroren und Kreditkarten vorerst gesperrt worden sein. Hintergrund dafür soll sein, dass die Banken prüfen, was dem Champions-League-Sieger unter den von der britischen Regierung festgelegten Sanktionen erlaubt ist.

Spielbetrieb dank Sonderlizenz

Aufgrund einer Sonderlizenz dürfen die Blues zwar ihren Spielbetrieb fortsetzen. Für die Ausrichtung von Heim- und Auswärtsspielen gelten jedoch finanzielle Auflagen, die auf Bitten von Chelsea am Freitag noch etwas gelockert wurden. So dürfen etwa die Reisekosten des Teams zu einem Auswärtsspiel nicht über 20’000 Pfund (ca. 24’000 Franken) betragen. Das gilt auch für das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinal beim französischen OSC-Lille (Hinspiel 2:0) am Mittwoch. Zunächst empfängt der FC Chelsea am Sonntag das neureiche Newcastle United.

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(dpa/hua)

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