Basels Gruppengegner: Chelsea will das frühe Ausscheiden verhindern
Aktualisiert

Basels GruppengegnerChelsea will das frühe Ausscheiden verhindern

Im letzten Jahr ist Chelsea als erster Titelverteidiger der Champions League bereits in der Vorrunde gescheitert. Das Szenario will das Team von José Mourinho heuer vermeiden.

Mit Chelseas Niederlage gegen den FC Basel hatte in England niemand gerechnet. Die Presse deckte Chelsea mit Häme ein. Der Boomerang, den Mourinho mit der Beschreibung seines Teams («junge, schöne Eier») abgeworfen hatte, nahmen die Medien auf und schleuderten ihn genüsslich zurück. «Verfaulte Eier - Mourinho ist geschockt, weil die Blauen gebraten werden», schrieb das Revolverblatt «Sun» nach dem 1:2. Vom verpatzten Auftakt zur Champions League scheint sich Chelsea erholt zu haben. Gegen Drittligist Swindon gab es keine Schwierigkeiten zu verzeichnen, in der Meisterschaft gegen Fulham (2:0) und bei Tottenham (1:1) gabs zweimal Punkte.

Hoffnung auf die Fortsetzung des Aufwärtstrends macht vor allem die Vorstellung in der zweiten Halbzeit der Auswärtspartie gegen Tottenham, die wohl besten 45 Minuten der «Blues» in dieser Saison. Das hing damit zusammen, dass sich die Einwechslung von Juan Mata auf das Tempo von Chelseas Offensivaktionen auswirkte. Mit dem Eintritt des spanischen Publikumslieblings verliefen viele Aktionen weniger durchschaubar und vor allem präziser als davor mit John Obi Mikel. Chelsea erspielte sich, ausgehend von Mata, einige Chancen und kam nach Vorarbeit des Mittelfeldspielers durch John Terry zum fälligen Ausgleich.

Bukarest will Bilanz aufpolieren

Wie vor zwei Wochen gegen Basel gilt Chelsea auch im zweiten Gruppenspiel der Champions League bei Steaua Bukarest als Favorit. Um nicht vorzeitig unter erheblichen Druck zu geraten, müssen die Londoner gegen den rumänischen Meister punkten. Dass dies nicht zum Selbstläufer wird, weiss Chelsea spätestens seit dem 7. März dieses Jahres. Im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League setzte sich Steaua im Nationalstadion durch ein Penaltytor von Raúl Rusescu 1:0 durch. Durch das 3:1 in der Reprise korrigierte Chelsea den Fehltritt.

Steaua will im ersten Champions-League-Heimspiel seit fünf Jahren eine miserable Bilanz etwas aufpolieren. Der letzte Sieg im Wettbewerb datiert vom 13. September 2006 (4:1 bei Dynamo Kiew). Der letzte Heimerfolg geht gar auf Mitte Oktober 1996 und ein 1:0 gegen Widzew Lodz zurück. Seither hat Steaua vor eigenem Publikum in zehn Partien nur wenig Ertrag (zwei Punkte) einfahren können. (si)

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