Chemie-Giftmüll im Wald
Aktualisiert

Chemie-Giftmüll im Wald

Greenpeace hat nahe der Schweizer Grenze offen herumliegenden Giftmüll sichergestellt. Die Basler Chemie will mit dem Aufräumen abwarten.

Ende 2004 stiessen Greenpeace–Mitarbeiter am Fuss der Deponie Le Letten in Hagenthal auf Chemierückstände. Eine Analyse ergab hohe Konzentrationen von Bromanilin und Nitrobenzol. Laut Greenpeace wissen Novartis, Ciba und Syngenta schon seit vier Jahren von dem Müll.

«Ein Skandal, dass die Chemie die akute Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt in Kauf genommen hat», sagt Greenpeace-Sprecher Matthias Wüthrich. Er stellt der Chemie ein Ultimatum: Bis Ende der Woche soll die Deponie gesichert, herumliegender Müll entsorgt und ein Konzept für eine Totalsanierung vorgelegt werden. Zudem will Greenpeace eine Strafanzeige einreichen.

Laut der IG Deponiesicherheit der Basler Chemie liegt «keine akute Gefährdung» vor. Sie habe das Problem den französischen Behörden gemeldet, aber noch keinen Vertrag für die Sanierung erhalten. Daher könnten die Aufräumarbeiten frühestens Mitte 2005 beginnen.

Sabine Knosala (dapd)

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