Aktualisiert 08.09.2009 08:07

GefahrengutChemieunfall: Sechs Menschen im Spital

Beim Hupac-Umschlagterminal in Aarau hat sich am Montag ein Zwischenfall mit einem Gefahrenguttransport ereignet. Sechs Mitarbeiter befanden sich wegen Unwohlseins vorübergehend im Spital. Über 150 Personen wurden evakuiert.

Um 11.13 Uhr sei Flüssigkeit aus einem Frachtcontainer ausgelaufen, sagte Max Suter, Mediensprecher der Kantonspolizei Aarau, auf Anfrage. Es habe sich um eine stark riechende, giftige Flüssigkeit (Giftklasse 9) gehandelt. Sie werde offenbar für die Herstellung von Parfums eingesetzt.

Die Flüssigkeit sei nicht explosiv und nicht ätzend. Im Container befanden sich gemäss Suter insgesamt 419 Gebinde, eines davon hatte ein Leck. Bis in die Abendstunden standen rund 100 Rettungskräfte der Feuer- und Chemiewehr im Einsatz, um die Gebinde im Container einzeln auszuladen.

Nach dem Zwischenfall wurden rund 20 Personen aus sieben Wohnhäusern und dem Schlachthaus in der Nachbarschaft in Sicherheit gebracht. Rund 150 Personen, die im Hupac-Gebäude arbeiteten, durften nach der Mittagspause nicht mehr ins Gebäude zurück. Das Hupac-Areal und die Rohrerstrasse wurden gesperrt.

Der Container, der das lecke 200-Liter-Fass enthalten hatte, war am Montagvormittag aus Genf nach Aarau gekommen. Auf dem Hupac-Areal hätte er nach Antwerpen umgeladen werden sollen. (sda)

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