Cheney: Kein Rückzug aus dem Irak
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Cheney: Kein Rückzug aus dem Irak

US-Vizepräsident Dick Cheney hat sich gegen einen Rückzug der USA aus dem Irak ausgesprochen. Die US-Regierung erwägt nach dem Debakel der Republikaner von US-Präsident George W. Bush bei den Kongresswahlen eine Änderung der Irak-Strategie.

"Einige in unserem Land mögen vielleicht ohne böse Absicht glauben, dass ein Rückzug aus dem Irak Amerika sicherer machen würde. Jüngste Erfahrungen lehren uns jedoch das Gegenteil", sagte Cheney in einer Rede vor der konservativen Federalist Society.

Es war die erste öffentliche Rede des Vize-Präsidenten nach der Wahlniederlage der Republikaner am 7. November. Bush hatte sich nach dem Machtverlust seiner Partei im Kongress offen für Änderungen der Irak-Strategie gezeigt und sich unter anderem mit Vertretern einer Expertengruppe besprochen. Militärische Taktiken würden ständig überprüft, sagte Cheney. "Wir werden flexibel sein. (...) Wir werden jede Veränderung machen, die für den Job notwendig ist."

Ausdrücklich lobte der Vize-Präsident den scheidenden Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der nach der verlorenen Wahl seinen Rücktritt angekündigt hatte. Cheney, der als enger Verbündeter Rumsfelds gilt, pries diesen als Reformer und einen "der grössten Staatsdiener des Zeitalters." Einige Beobachter sehen den Rücktritt Rumsfelds auch als Zeichen für einen schwindenden Einfluss Cheneys, der einigen Historikern als einer der einflussreichsten Vize-Präsidenten der Neuzeit gilt.

(sda)

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