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Chevrolet: Mit HHR «Back to the Future»

Seit Chevrolet aus Korea stammt, sind Emotionen bei den Autos ein Fremdwort. Das soll sich nun mit einem Blick zurück ändern. Der HHR soll das Feld für den Camaro vorbereiten.

«Der HHR ist eine Ausnahmeerscheinung in seinem Segment», lobt Chevrolet das neuste Auto, das im kommenden Frühling in der Schweiz auf den Markt kommen soll.

Von wegen einmalig: Der HHR macht optisch keinen Hehl daraus, dass er vom selben Designer (Bryan Nesbitt) gezeichnet worden ist wie der PT Cruiser, der sich schon seit Jahren vergebens in Europa festzubeissen versucht.

«Lieber spät und dafür besser» heisst das Motto beispielsweise bei VW. Beim Chevrolet HHR scheint das auf den ersten Blick auch so: Im direkten Vergleich mit dem PT Cruiser wirkt der Chevy einerseits moderner, andererseits erwachsener. Und, vor allem beim Interieur, wertiger.

Ansonsten ist er halt ein typisches Retromobil mit all seinen Vor- und Nachteilen. Aber auf alle Fälle ist es der erste Chevy – seit der Übernahme durch Daewoo –, der ein wenig Emotionen aufkommen lässt. Im Gegensatz zu Matiz, Nubira, Lacetti und Co. weckt der Ami-Koreaner tatsächlich Emotionen – man liebt ihn über alles, oder findet ihn schlicht doof.

Unabhängig vom schrägen Outfit ist der HHR ein ganz normales Auto, mit einem unspektakulären 2,4-Liter-Motor mit 170 PS. Das hört sich allerdings besser an, als es sich fährt – vor allem mit der Vierstufenautomatik kommt der HHR früh an seine Grenzen und wirkt alles andere als souverän.

Trotzdem: Zum Preis von zirka 32 000 Franken gibt es nur wenige Autos, die so auffallen (positiv oder negativ) wie der HHR. Und schliesslich ist der nur da, um das Feld für den sportlichen Schönling, den Camaro, vorzubereiten. Und auf den freuen wir uns wirklich.

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