Autoindustrie: Chevrolet zieht sich aus Europa zurück
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AutoindustrieChevrolet zieht sich aus Europa zurück

Von 2016 an wird Chevrolet in Westeuropa keine Kleinwagen mehr verkaufen. Die US-Ikonen wie die Corvette bleiben aber weiterhin in Europa auf dem Markt.

Von 2016 an wird Chevrolet in Europa nur noch US-Ikonen wie die Corvette verkaufen.

Von 2016 an wird Chevrolet in Europa nur noch US-Ikonen wie die Corvette verkaufen.

General Motors beendet seinen konzerninternen Markenkampf und zieht Chevrolet aus Europa zurück. Man wolle sich auf dem hartumkämpften Markt voll und ganz auf Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall konzentrieren, sagte GM-Vize und Opel-Verwaltungsratschef Stephen J. Girsky am Donnerstag.

Chevrolet hat in Westeuropa einen Marktanteil von einem Prozent, Opel/Vauxhall kommen auf sechs Prozent. Von 2016 an werde Chevrolet in Europa nur noch US-Ikonen wie die Corvette verkaufen, nur in Russland und den sogenannten GUS-Staaten sollen weiter auch die Kleinwagen auf dem Markt bleiben.

Die Marke hat auf dem alten Kontinent 520 Beschäftigte und 1900 Händler. Gleichzeitig soll die höher platzierte GM-Marke Cadillac in den kommenden Jahren nach Europa expandieren.

Von Schweizer erfunden

Als Erfinder des Chevrolet gilt der Schweizer Louis Chevrolet, der 1878 in La Chaux-de-Fonds geboren wurde und im Jahr 1900 in die Vereinigten Staaten emigrierte. Chevrolet gab den ersten Autos, die er ab 1911 in Detroit erfand, seinen Namen.

Europa sei eine Schlüsselregion für GM, erklärte Konzernchef Dan Akerson. Das Unternehmen werde von einer stärkeren Stellung Opels und Vauxhalls profitieren. Für Eigentümer von Chevrolet-Fahrzeugen suche GM nach Lösungen mit Händlern, wie Garantieverpflichtungen in Zukunft eingehalten werden könnten.

Für die Luxusmarke Cadillac ist GM allerdings gerade dabei, die Planungen für eine Expansion in Europa in den kommenden drei Jahren abzuschliessen, wie der Konzern weiter mitteilte. Bislang verkauft die Marke in Europa minimale Stückzahlen.

(sda)

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