Aktualisiert 02.08.2012 08:23

GerichtsentscheidChevron muss Ölförderung aussetzen

Der Ölkonzern Chevron und das Ölbohrunternehmen Transocean dürfen zurzeit kein Öl fördern. Dies entschied ein Gericht in Brasilien. Im vergangenen November liefen vor Brasiliens Küste hunderttausende Liter Öl ins Meer.

Nach Chevron-Angaben entwichen im November durch das Bohrloch 2400 Barrel Öl in den Ozean.

Nach Chevron-Angaben entwichen im November durch das Bohrloch 2400 Barrel Öl in den Ozean.

Ein brasilianisches Gericht hat den Ölkonzern Chevron und das Ölbohrunternehmen Transocean angewiesen, die Förderung und den Transport von Öl auszusetzen. Solange die Staatsanwaltschaft wegen des im November entdeckten Öllecks vor Rio de Janeiro ermittelt, dürfen beide Unternehmen ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen.

Das geht aus der einstweiligen Verfügung hervor. Die Staatsanwaltschaft in Brasilien strebt danach, Chevron und Transocean mit Strafzahlungen von bis zu 20 Milliarden Dollar zu belegen. Chevron kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.

Nach Chevron-Angaben entwichen im November durch das Bohrloch 2400 Barrel Öl in den Ozean. Die Regierung schätzt die Menge auf rund 3700 Barrel. Chevron hat die Verantwortung für den Vorfall übernommen und hofft, bald wieder die Ölförderung aufnehmen zu können.

(sda)

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