Chiasso: 11 Iraker an der Grenze gestoppt
Aktualisiert

Chiasso: 11 Iraker an der Grenze gestoppt

Die italienischen Zöllner haben am Grenzübergang in Chiasso einen deutschen Schlepper verhaftet. Der 22-Jährige hatte in seinem Auto elf Iraker transportiert. Er muss sich nun wegen Begünstigung der illegalen Einwanderung verantworten.

Dieser Strafbestand gilt in Italien sowohl für die Ein- als auch für die Ausreise von Personen ohne gültige Papiere. Gestoppt wurde das Fahrzeug mit den zwölf Personen an Bord am vergangenen Sonntag. Laut Medienberichten hat der 22-Jährige für seine Schlepperdienste 350 Euro plus Spesen erhalten.

Ein Sprecher des Grenzwachtkorps IV bestätigte den Vorfall am Mittwoch auf Anfrage. Monatlich würden derzeit an der Südgrenze 20 bis 30 Iraker aufgespürt, die versuchten, ohne Papiere in die Schweiz einzureisen. Ihr bevorzugtes Transportmittel sei allerdings nicht das Auto, sondern die Bahn.

Die wenigsten der illegal einreisenden Iraker würden in der Schweiz um Asyl ersuchen. Meist sei Schweden das Endziel ihrer Reise. Eine Erklärung, weshalb es die Iraker in den hohen Norden zieht, haben die Tessiner Grenzwächter nicht.

(sda)

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