11.10.2017 15:44

Dumm gelaufenChiles Protest erfolgreich – Chile verpasst WM

Ein erfolgreicher Einspruch gegen die Wertung des WM-Qualifikationsspiels in Bolivien hat für Chile im Nachhinein fatale Folgen.

von
dmo
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Vielleicht hätte sich Chile lieber an die Weisheit gehalten, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Vielleicht hätte sich Chile lieber an die Weisheit gehalten, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

/Alexandre Schneider
Mit ihrem erfolgreichen Protest bringen sie sich gleich selbst um die WM-Barrage.

Mit ihrem erfolgreichen Protest bringen sie sich gleich selbst um die WM-Barrage.

epa/Fernando Bizerra jr.
Freuen wird es Peru, das in der Barrage gegen Neuseeland antritt.

Freuen wird es Peru, das in der Barrage gegen Neuseeland antritt.

epa/German Falcon

Die Chilenen hatten im Oktober 2016 bei der Fifa das 0:0 in Bolivien beanstandet, weil der gegnerische Verteidiger Nelson Cabrera noch nicht spielberechtigt gewesen war. Chile bekam Recht und einen 3:0-Sieg zugesprochen.

Gleichzeitig wurde aber auch der 2:0-Erfolg Boliviens gegen Peru in eine 0:3-Niederlage umgewandelt, weil Cabrera auch in diesem Spiel zum Einsatz gekommen war.

In der Endabrechnung in Südamerika verpasste Chile als Sechster schliesslich ganz knapp die Playoffs (gegen Neuseeland), nur die Tordifferenz gab den Ausschlag zugunsten Perus. Ohne den Protest hätte Chile Platz 5 belegt. Dies ist die harte Realität.

Falcao tuschelt mit dem Gegner

Ähnlich viel Diskussionsstoff birgt im Anschluss an die WM-Qualifikation in Südamerika eine Szene aus der letzten Runde. Vorweg: Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

In der Nacht auf Mittwoch spielte Peru zu Hause gegen Kolumbien. Es lief die Schlussphase beim Stand von 1:1. Mit diesem Resultat wäre Kolumbien direkt für die WM qualifiziert und Peru zumindest in der Barrage gewesen.

Der Grund dafür war, dass Chile unterdessen ab der 57. Minute gegen Brasilien (0:3) bereits mit 0:2 in Rückstand lag und am punktgleichen Peru aufgrund des Torverhältnisses nicht mehr hätte vorbeiziehen können.

Auch Paraguay half mit

Dass dieses Resultat beiden Teams half, könnte auch Radamel Falcao gewusst haben. Im Video ist zu sehen, wie er mit den gegnerischen Spielern tuschelt. Schlägt der Stürmer der AS Monaco seinen Gegnern einen Nichtangriffspakt vor?

Nicht nur unter den Spielern auf dem Platz wurde rege diskutiert. Haben sich die Teams nach Rücksprache mit der Bank darauf geeinigt? Fakt ist: Der Ball wird in den Schlussminuten nur noch lustlos hin und her geschoben. Kolumbien und Peru spielte zusätzlich in die Hände, dass Paraguay gegen Venezuela 0:1 verlor und damit die WM ebenfalls verpasst.

Tabelle:

1. Brasilien 41

2. Uruguay 31

3. Argentinien 28

4. Kolumbien 27

5. Peru 26

6. Chile 26

7. Paraguay 24

8. Ecuador 20

9. Bolivien 14

10. Venezuela 12

(dmo/sda)

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