China: Acht Schüler im Schlaf erstochen
Aktualisiert

China: Acht Schüler im Schlaf erstochen

Acht Jugendliche sind in ihrem Schulwohnheim in Zentralchina im Schlaf mit einem Messer erstochen worden.

Es war die bislang schlimmste Gewalttat in einer Serie von Morden, Geiselnahmen und Angriffen auf Schulen oder Kindergärten in China.

Vier Schüler wurden dabei verletzt, zwei von ihnen schwer, wie eine Mitarbeiterin des Schulbüros berichtete. Nach der Bluttat in der Nacht zum Freitag in der Oberschule Nr. 2 in Ruzhou (Provinz Henan) sucht die Polizei nach einem unbekannten Mann, der kurz vor Mitternacht in die Schule eingedrungen war, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Hintergründe der Tat waren unklar. «Wir haben eigene Wachen, die sich um die Sicherheit kümmern», sagte die Mitarbeiterin, ohne erklären zu können, wie der Täter in das Wohnheim gelangen und auch wieder flüchten konnte. Die getöteten Schüler waren im zweiten Jahr der Oberstufe und damit um die 17 Jahre alt.

Sieben Verbrechen in neun Monaten

In den vergangenen neun Monaten sind sieben solcher Gewaltverbrechen bekannt geworden. Zuletzt hatte im Oktober in Peking ein geistesgestörter Einbrecher in einem Kindergarten einen fünfjährigen Jungen und einen Lehrer getötet.

Im September verletzte in Suzhou ein Bauer mit einem Messer und Benzin bewaffnet 28 Kinder. Im selben Monat tötete ein psychisch Kranker in der Provinz Hunan 4 Schüler und verletzte 12 Kinder und Lehrer, als er in einer Grundschule 65 Geiseln nahm.

Die wachsende Zahl von Verbrechen in Schulen und Kindergärten verunsichert viele Eltern. Viele Kindergärten und Schulen haben ihre Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft und teils sogar zusätzlich Wachleute eingestellt, um die Kinder zu beschützen. (sda)

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