Euro-Schuldenkrise: China auf Shoppingtour
Aktualisiert

Euro-SchuldenkriseChina auf Shoppingtour

China streckt europäischen Staaten die rettende Hand aus: Staatsanleihen sind ebenso im Einkaufskorb wie Investitionen in Energiefirmen und Häfen.

von
Hans Peter Arnold

Man reibt sich die Augen: Plötzlich kommen grosse «Entwicklungsländer» wie Brasilien, Russland, Indien und China als Geldgeber für notleidende Staaten und Unternehmen in Frage. Insbesondere China kann dabei auf gigantische Devisenreserven zurückgreifen. Wie unsere Bilderstrecke zeigt, gehören längst nicht nur Griechenland und Island zu jenen Ländern, die von Geldern aus dem Reich der Mitte profitieren.

Selbst wenn viele Vereinbarungen bisher bloss Absichtserklärungen sind - der Aktionradius weitet sich aus. Vor allem: China hat ein eminentes Interesse daran, dass sich die Schuldenkrise nicht ausweitet. Eine Weltrezession würde die Exporte und den Arbeitsmarkt Chinas beeinträchtigen und damit die Gefahr grosser sozialer Unruhen erhöhen.

Mit Argusaugen betrachten Europäer wiederum jene Investments, welche strategisch sensibel sind: zum Beispiel Infrastruktur- und Versorgungsunternehmen.

Mit Blick auf die Statistik sind die chinesischen Aktivitäten aber zu relativieren: So werden auch in diesem Jahr die Direktinvestitionen von ausländischen Konzernen weit grösser sein als die Investitionen der chinesischen Konzerne im Ausland.

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