Aktualisiert

China-Ausstellung wegen Rekursen weiter ungewiss

Das Museum der Kulturen hängt mit seiner Planung in der Luft: Noch ist unklar, ob die Rekurse gegen seinen Ausbau weitergezogen werden.

Gestern hat die Baurekurskommission grünes Licht für den Ausbau des Basler Museums der Kulturen gegeben – die über 20 Rekurse von Heimatschutz, freiwilliger Denkmalpflege und Anwohnern wurden abgelehnt. «Das ist ein Hoffnungsschimmer, aber ich traue dem Frieden noch nicht», sagte Museumsdirektorin Clara Wilpert.

Das Projekt von Herzog & de Meuron sieht ein zusätzliches Stockwerk mit einer Halle für Sonderausstellungen vor. Ohne diese kann die Ausstellung «China – Schätze aus dem Palastmuseum Shenyang» mit 300 noch nie in Europa gezeigten Objekten nicht in Basel stattfinden. «Solange wir nicht wissen, ob die Rekurse vors Verwaltungsgericht weitergezogen werden, sind wir blockiert», erklärte Wilpert. Die China-Ausstellung mit einer Versicherungssumme von 100 Millionen Franken musste deshalb von Februar 2006 auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

«Der Ausbau widerspricht dem Gesetz», hatten Heimatschutz und freiwillige Denkmalpflege in ihren Rekursen kritisiert. Beide Institutionen wollen im Dezember entscheiden, ob sie vor das Verwaltungsgericht gehen. «Die Chance dazu besteht», so Robert Schiess vom Heimatschutz.

Sabine Knosala

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