Peking - China droht Grossbritannien, weil Botschafter nicht ins Parlament darf
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PekingChina droht Grossbritannien, weil Botschafter nicht ins Parlament darf

Aufgrund diplomatischer Spannung schloss das britische Parlament in London den chinesischen Botschafter Zheng Zeguang aus. Peking will entsprechende Massnahmen ergreifen.

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Dem chinesischen Botschafter Zheng Zeguang wurde der Zugang zum britischen Parlament in London verwehrt.

Dem chinesischen Botschafter Zheng Zeguang wurde der Zugang zum britischen Parlament in London verwehrt.

REUTERS
Peking drohte der Regierung in London mit Gegenmassnahmen.

Peking drohte der Regierung in London mit Gegenmassnahmen.

-/House Of Commons via PA Wire/dpa
Lindsay Hoyle, Vorsitzender des Unterhauses, betonte, es sei nicht angemessen, den chinesischen Botschafter im Parlament zu empfangen, «wenn sein Land Sanktionen gegen einige unserer Mitglieder verhängt».

Lindsay Hoyle, Vorsitzender des Unterhauses, betonte, es sei nicht angemessen, den chinesischen Botschafter im Parlament zu empfangen, «wenn sein Land Sanktionen gegen einige unserer Mitglieder verhängt».

AFP

Darum gehts

  • China droht der Regierung in London.

  • Grund dafür ist, dass dem chinesischen Botschafter der Zutritt zum Parlament verweigert wurde.

  • Das britische Aussenministerium verwies auf die Unabhängigkeit des Parlaments.

Nach einem Zutrittsverbot für den chinesischen Botschafter ins britische Parlament hat Peking der Regierung in London mit Gegenmassnahmen gedroht. «Wir verurteilen diesen Schritt aufs Schärfste und werden darauf reagieren und entsprechende Massnahmen ergreifen müssen», sagte ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums am Mittwoch.

Welche Schritte konkret geplant sind, sagte er nicht. Das Parlament in London habe zugelassen, dass «chinafeindliche Abgeordnete» den bilateralen Beziehungen schaden. Der Sprecher forderte das britische Parlament auf, seine Entscheidung rückgängig zu machen, «die Abgeordneten in die Schranken zu weisen» und sich für die Konsolidierung der bilateralen Beziehungen einzusetzen.

Sanktionen gegen britische Abgeordnete

Zuvor hatten britische Medien am Dienstag berichtet, dass das Parlament in London vor dem Hintergrund diplomatischer Spannungen dem chinesischen Botschafter Zheng Zeguang den Zugang verboten habe. Der Schritt folgte chinesischen Sanktionen gegen mehrere britische Abgeordnete, nachdem Grossbritannien – gemeinsam mit der EU, USA und Kanada - zunächst Strafmassnahmen gegen Verantwortliche für die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Region Xinjiang verhängt hatte.

Der Vorsitzende des Unterhauses, Lindsay Hoyle, betonte, es sei nicht angemessen, den chinesischen Botschafter im Parlament zu empfangen, «wenn sein Land Sanktionen gegen einige unserer Mitglieder verhängt». Das britische Aussenministerium verwies darauf, das Parlament sei in seinen Entscheidungen unabhängig.

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(DPA/roa)

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