China fackelt jetzt in Afrika

Aktualisiert

China fackelt jetzt in Afrika

Der olympische Fackellauf in der tansanischen Hauptstadt Daressalam ist heute ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen. Der Anlass fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.

Obwohl die Behörden des ostafrikanischen Staates keine grösseren Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und pro- tibetischen Demonstranten erwartet hatten, war die Route des Fackellaufs von 25 auf 5 Kilometer verkürzt worden.

In London, Paris und San Francisco war der olympische Fackellauf von Protesten gegen die chinesische Politik in Tibet begleitet worden.

Das olympische Feuer war auf seiner Reise um die Welt in der Nacht zum Sonntag zu seiner einzigen Station in Afrika angekommen. Bürgermeister Adam Kimbisa bezeichnete es als Ehre, die olympische Flamme zu beherbergen.

Die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai hatte ihre Beteiligung an dem Fackellauf in Daressalam abgesagt. Damit wolle sie den Druck auf China erhöhen, die Menschenrechtslage in Tibet, Burma sowie in der sudanesischen Provinz Darfur zu verbessern, hatte sie am Donnerstag erklärt.

Tansania unterhält freundschaftliche Beziehungen zu China. Beide Länder hatten ihre Wirtschaftsbeziehungen zuletzt deutlich ausgebaut. So stieg das Handelsvolumen im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent auf umgerechnet fast 800 Millionen Franken.

Infografik Fackellauf

(sda)

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