Milchskandal: China findet «Bauernopfer»
Aktualisiert

MilchskandalChina findet «Bauernopfer»

Den chinesischen Ermittlern ist nach eigenen Angaben der bisher grösste Fang im vor einem Monat bekannt gewordenen Milchskandal gelungen. Sie nahmen einen Bauern unter dem Verdacht der Grossproduktion von melaminhaltigem Milchpulver fest.

Der Bauer aus der Provinz Hebei soll mehr als 600 Tonnen Pulver auf Melamin-Basis - ein illegaler Milchzusatz - hergestellt haben. Der Mann habe das angebliche Proteinpulver zwischen September vergangenen Jahres und August in der Provinz Shandong produziert, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Acht seiner Käufer seien ebenfalls festgenommen worden.

In China waren Milch und Milchprodukte offenbar flächendeckend mit der gefährlichen Industriechemikalie Melamin versetzt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen.

Zunächst wurde die Substanz in Babymilchpulver entdeckt, später aber auch in Frischmilch, Joghurt, Süssigkeiten und anderen Produkten. Durch belastetes Milchpulver erkrankten in der Volksrepublik zehntausende Kinder, vier Babys starben.

(sda)

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