Gazastreifen: China fordert sofortigen Stopp der Luftangriffe
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GazastreifenChina fordert sofortigen Stopp der Luftangriffe

China hat Israel aufgefordert, seinen Militäreinsatz im Gazastreifen umgehend einzustellen. Vizeregierungschef Li Keqiang erklärte, Peking sei «schockiert und ernstlich besorgt» über die derzeitigen Angriffe und rufe beide Seiten auf, die Militäroperationen sofort zu beenden.

Vizeregierungschef Li Keqiang erklärte am Montag, Peking sei «schockiert und ernstlich besorgt» über die derzeitigen Angriffe und rufe beide Seiten auf, die Militäroperationen sofort zu beenden.

Es müssten «realistische Massnahmen» zur Verminderung der Spannungen im Gazastreifen ergriffen werden. Die Anwendung militärischer Gewalt laufe den Friedensbemühungen im Nahen Osten zuwider.

Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon rief Israelis und Palästinenser erneut zu einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen auf. Wie seine Sprecherin mitteilte, beklagte Ban, dass die Gewalt auch am Sonntag anhielt. Er bekräftigte zugleich seine Forderung an Israel, Hilfslieferungen für die notleidende Zivilbevölkerung in den Gazastreifen zu lassen.

Am Sonntag hatte der UNO-Sicherheitsrat auf einer von Libyen beantragten Dringlichkeitssitzung von Israel und der radikal-islamischen Hamas ein sofortiges Ende der Kämpfe im Gazastreifen gefordert.

Die Konfliktparteien müssten «sofort alle militärischen Aktivitäten stoppen», hiess es in der nicht bindenden Erklärung der 15 Mitglieder des Gremiums. Ban hatte bereits am Samstag ein Ende der Gewalt gefordert.

Ban schaltete wegen der Eskalation der Gewalt im Gazastreifen ausserdem das Nahost-Quartett ein. Er habe mit den übrigen Partnern der Vermittlungsgruppe telefoniert, teilten die Vereinten Nationen am Sonntag in New York mit. Neben der UNO gehören dem Quartett die Europäische Union, die USA und Russland an.

Ban habe seinen Aufruf zu einem sofortigen Ende der Gewalt zudem in Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert, Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, dessen syrischem Kollegen Baschar al-Assad und anderen regionalen Spitzenpolitikern erneuert.

(sda)

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