China-Heilmittel verursachen Krebs
Aktualisiert

China-Heilmittel verursachen Krebs

Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat mehrere chinesische Arzneimittel wegen schädlicher Inhaltsstoffe aus dem Handel genommen. Das Institut warnte am Dienstag erneut vor dem Bezug nicht bewilligter Präparate über das Internet.

Swissmedic überprüfte mehrere Firmen, die aus dem Fernen Osten Mittel der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) importieren. Dabei galt das Augenmerk den Arzneien, die so genannte Pyrrolizidinalalkaloide (PA) enthalten. Diese aus Pflanzen stammenden Alkaloide sind in höheren Konzentrationen potenziell leberschädigend und können laut Swissmedic bei einer Anwendung über längere Zeit auch Krebs auslösen. In der Schweiz und anderen europäischen Ländern bestehen deshalb seit über zehn Jahren Grenzwerte für PA. Mehrere Produkte hätten den erlaubten Grenzwert um ein Vielfaches überschritten, schreibt Swissmedic. Sie seien von Swissmedic gesperrt und von den Vertriebsfirmen vom Markt zurückgerufen worden. Die ausländischen Arzneimittelbehörden seien über die Ergebnisse informiert worden.

Auch Swissmedic erhält aus der ganzen Welt regelmässig Warnmeldungen über verunreinigte oder absichtlich verfälschte chinesische Arzneimittel. In der vergangenen Woche ging es um zwei Schlankheitsmittel, die als rein pflanzlich deklariert waren, obwohl sie den starken synthetischen Stoff Sibutramin enthielten. Swissmedic empfiehlt deshalb, TCM-Produkte nur von in der Schweiz autorisierten Firmen zu beziehen. (dapd)

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