Korea-Krise: China ist «ernsthaft besorgt»
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Korea-KriseChina ist «ernsthaft besorgt»

China macht sich Sorgen wegen der Eskalation des Korea-Streits. Das Land glaubt aber, dass die angespannte Lage durch einen Dialog gelöst werden könne.

China hat sich «ernsthaft besorgt» über die weitere Eskalation der Korea-Krise gezeigt und alle Beteiligten zum Dialog aufgefordert. China glaube, dass die Spannungen durch Dialog gelöst werden könnten, «egal wie sich die Lage ändert».

Das sagte Aussenminister Wang Yi in einem Telefonat mit UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, wie ein Ministeriumssprecher am Sonntag in Peking mitteilte. China sei gegen «provozierende Worte und Taten von irgendeiner Partei».

Das Land - traditionell ein Verbündeter des Regimes in Pjöngjang - wolle vielmehr den Sechs-Nationen-Dialog mit Nordkorea, den USA, Südkorea, Japan und Russland wieder aufnehmen.

Botschaften gewarnt

Nach Angaben des Sprechers arbeitet die chinesische Botschaft in Pjöngjang normal. China habe Nordkorea aufgefordert, die Sicherheit und Interessen chinesischer Staatsbürger und Unternehmen im Land zu schützen.

Nordkorea hatte die Botschaftern mehrerer Länder vor möglichen Gefahren gewarnt. Dennoch bleiben ausländische Diplomaten und ihre Mitarbeiter vorerst in Pjöngjang.

Das kommunistische Regime im Norden hatte als Reaktion auf die Ausweitung von UNO-Sanktionen und südkoreanisch-amerikanische Militärmanöver den Waffenstillstandsvertrag von 1953 aufgekündigt und den «Kriegszustand» im Verhältnis zu Südkorea ausgerufen. Zudem drohte es den USA mit einem Atomschlag. Seit den 1950er Jahren befinden sich die Nachbarn auf der koreanischen Halbinsel formell weiter im Krieg. (sda)

Schweiz bietet sich für Verhandlungen im Korea-Konflikt an

Die Schweiz hat Nordkorea kürzlich angeboten, für Verhandlungen als Gastgeberland zur Verfügung zu stehen. Eine Sprecherin des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte eine entsprechende Information der «SonntagsZeitung».

Die Schweiz sei immer dazu bereit, die Suche nach einer Lösung zu unterstützen, wenn dies die Konfliktparteien wünschten, schreibt das EDA auf Anfrage. Dies könne beispielsweise geschehen, indem Gespräche zwischen den Konfliktparteien in der Schweiz durchgeführt würden.

Die Schweiz erinnert die betroffenen Parteien dem EDA zufolge bei jeder Gelegenheit an diese Bereitschaft, so etwa kürzlich bei einem Kontakt mit den nordkoreanischen Behörden. Gegenwärtig seien dem EDA aber keine Pläne für Gespräche bekannt. (sda)

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