Mit scharfer Munition: China kündigt für Samstag Militärmanöver in Taiwanstrasse an

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Mit scharfer MunitionChina kündigt für Samstag Militärmanöver in Taiwanstrasse an

Das Manöver soll 13 Stunden lang dauern. Es findet in einer zunehmend konfliktgeladenen Stimmung statt. 

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Beim Militärmanöver soll zwischen acht Uhr morgens und 21 Uhr in der Meerenge scharfe Munition abgefeuert werden.

Beim Militärmanöver soll zwischen acht Uhr morgens und 21 Uhr in der Meerenge scharfe Munition abgefeuert werden.

imago/Kyodo News
Die Spannungen zwischen China und den USA in der Taiwan-Frage hatten in den vergangenen Monaten stetig zugenommen.

Die Spannungen zwischen China und den USA in der Taiwan-Frage hatten in den vergangenen Monaten stetig zugenommen.

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Grund für die jüngste Eskalation ist ein möglicher Taiwan-Besuch der hochrangigen US-Politikerin Nancy Pelosi.

Grund für die jüngste Eskalation ist ein möglicher Taiwan-Besuch der hochrangigen US-Politikerin Nancy Pelosi.

AFP

Darum gehts

  • China startet am Samstag ein Militärmanöver in der Taiwanstrasse.

  • Die Spannungen zwischen China und den USA in der Taiwan-Frage hatten in den vergangenen Monaten stetig zugenommen.

  • Grund für die jüngste Eskalation ist ein möglicher Taiwan-Besuch der hochrangigen US-Politikerin Nancy Pelosi.

China hat für Samstag Militärmanöver in der Taiwanstrasse angekündigt, bei denen auch scharfe Munition zum Einsatz kommen soll. Zwischen acht Uhr morgens und 21 Uhr abends werde während des Manövers in der Meerenge scharfe Munition abgefeuert, hiess es in einer am Freitag von Staatsmedien veröffentlichten Erklärung der Regierung in Peking. Eine Einfahrt in die Gewässer sei in dieser Zeit verboten.

Die Spannungen zwischen China und den USA in der Taiwan-Frage hatten in den vergangenen Monaten stetig zugenommen. Am Donnerstag sagte Chinas Staatschef Xi Jinping in einem Telefonat mit US-Präsident Joe Biden: «Wer mit dem Feuer spielt, wird sich irgendwann verbrennen. Ich hoffe, dass die US-Seite das richtig versteht.»

Mögliche Taiwan-Reise von Pelosi erzürnt Peking

Grund für die jüngste Eskalation ist ein möglicher Taiwan-Besuch der hochrangigen US-Politikerin Nancy Pelosi: Als Vorsitzende des Repräsentantenhauses hat die Demokratin Pelosi das dritthöchste Amt der USA inne und dürfte mit einem Militärflugzeug nach Taiwan reisen. Peking betrachtet einen solchen Besuch, der noch nicht von den USA bestätigt wurde, als Provokation.

Washington werde «alle Konsequenzen tragen, die sich daraus ergeben», falls es «vorprescht und Chinas Grundprinzipien herausfordert», sagte der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Zhao Lijian, am Mittwoch vor Journalistinnen und Journalisten. «Wir sind strikt gegen einen Besuch von Sprecherin Pelosi in Taiwan.»

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an

China sieht Taiwan als abtrünnige Provinz an, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll – notfalls mit militärischer Gewalt. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat zuletzt Befürchtungen wachsen lassen, Peking könnte im Umgang mit Taiwan auf ein ähnliches Vorgehen setzen.

China hat auch nach der russischen Militäroffensive in der Ukraine freundschaftliche Beziehungen zu Russland aufrechterhalten – anders als die westlichen Staaten. Das Vorgehen Russlands in der Ukraine hat Befürchtungen verstärkt, dass China seine Drohungen auf ähnliche Weise wahr machen und den kleineren und militärisch unterlegenen Nachbarn Taiwan besetzen könnte.

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(AFP/DPA/job)

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