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KlimawandelChina leistet «neue Beiträge» für das Klima

Im Kampf gegen die globale Erwärmung will China «weitere Schritte» unternehmen. Chinas Staatschef Hu Jintao soll diese am UNO-Klimagipfel in der nächsten Woche präsentieren. Peking sieht aber nach wie vor die reichen Industrienationen am Zuge.

Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen am Dienstag nächster Woche in New York werde Staats- und Parteichef Hu Jintao in einer Rede «weitere Massnahmen verkünden, die China ergreift», sagte Vizeaussenminister He Yafei am Dienstag in Peking.

Unklar blieb aber, ob es sich um noch nicht bekannte Schritte handelt. Auf Nachfrage sagte Xie Zhenhua, der oberste chinesische Klimaunterhändler, nur, China nehme den Klimawandel sehr ernst und wolle «neue Beiträge» leisten.

Auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen vom Dezember müssten «gerechte und angemessene Lösungen» gefunden werden. Für China gelte allerdings der vereinbarte Grundsatz der «gemeinsamen und unterschiedlichen Verantwortung», bekräftigte Xie Zhenhua.

«Der Klimawandel ist vor allem durch die langfristige Emission der reichen Industrienationen ausgelöst worden», sagte er weiter. Deshalb müssten diese ihre Emissionen zuerst eindämmen.

Effizienz gesteigert

China selbst habe seine Energieeffizienz in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Das Ziel, den Energieverbrauch gemessen an der Wirtschaftsleistung bis 2010 um 20 Prozent zu verringern, könne erreicht werden, sagte Xie Zhenhua.

China hat inzwischen die USA als grösster Treibhausgasproduzent der Welt überholt. Während die Mehrheit der bereits angesammelten Treibhausgase in der Atmosphäre aus den reichen Industrienationen stammen, tragen aufstrebende Wirtschaftsnationen wie China und Indien heute am stärksten zu ihrem weiteren Anstieg bei. (sda)

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