China: Neue Wetterwarnung zur Rückreisewelle nach Neujahrsfest
Aktualisiert

China: Neue Wetterwarnung zur Rückreisewelle nach Neujahrsfest

Zum Beginn der Rückreisewelle nach dem chinesischen Neujahrsfest hat die Regierung vor neuen Schneestürmen gewarnt. Millionen Chinesen machten sich zum Anfang der Woche auf den Heimweg.

«Die Transportlage sieht weiter düster aus», zitierten amtliche Medien am Montag den Krisenstab in Peking. Da in den kommenden zehn Tagen wieder Schneefälle im Süden erwartet werden, müssten örtliche Behörden rechtzeitig Vorbereitungen treffen.

Als erste Vorboten neuen Winterwetters gingen Graupelschauer in der Provinz Guizhou in Südwestchina nieder. Heftige Schneefälle oder Stürme wurden in Tibet, in Nordwestchina sowie in den Provinzen Qinghai, Gansu und Sichuan erwartet. Für die Innere Mongolei und Heilongjiang in Nordchina wurden mässige Schneefälle vorhergesagt.

Die heftigsten Schneefälle in China seit einem halben Jahrhundert hatten vor dem Neujahrsfest in der vergangenen Woche Millionen Chinesen auf Bahnhöfen festsitzen lassen. Die Lage war chaotisch.

Nach amtlichen Angaben kamen durch das ungewöhnliche Winterwetter mehr als 80 Menschen ums Leben. 100 Millionen Menschen waren betroffen. Die Schäden bezifferte das chinesische Rote Kreuz auf 80 Milliarden Yuan (12,3 Milliarden Franken).

Inzwischen läuft der Verkehr auf Strassen und Schienen wieder weitgehend normal, wie die Behörden berichteten. Zum Höhepunkt der Reisewelle wird an den beiden Pekinger Bahnhöfen am Montag und Dienstag die Ankunft von jeweils mehr als 100 000 Reisenden erwartet.

(sda)

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