Aktualisiert 20.05.2007 11:32

China platziert bei den «Heuschrecken» drei Milliarden Dollar

Ausgerechnet das kommunistische China will Milliarden aus seinen gigantischen Geldreserven bei den «Heuschrecken» anlegen: Einem Zeitungsbericht zufolge soll der Finanzinvestor Blackstone drei Milliarden Dollar bekommen.

Das Geld werde von einer neuen Staatsagentur platziert, die einen Teil der Devisenreserven von 1,2 Billionen Dollar effizienter investieren solle, berichteten die «Financial Times» und die halbamtliche «China Business» am Wochenende. Bisher wird das Geld vor allem in US-Staatsanleihen angelegt.

Mit dem Blackstone-Deal geht China just in dem Moment ins Geschäft mit Finanzinvestoren, da aus der Politik Forderungen nach strengeren Regeln für die bislang nur wenig regulierte Branche zunehmen. Finanzinvestoren wie Blackstone, die viele Milliarden an fremdem Geld verwalten, kaufen immer mehr und immer grössere Unternehmen.

Erst diese Woche machte der Blackstone-Konkurrent Cerberus Schlagzeilen mit der Übernahme von Chrysler. Blackstone selbst ist unter anderem Grossaktionär bei der Deutschen Telekom. Kritiker werfen Unternehmen aus der Finanzinvestoren-Branche vor, viele Firmen nach dem Kauf nur «auszuschlachten», ohne an deren Zukunft zu denken, und bezeichnen sie deshalb als «Heuschrecken».

(sda)

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