China reagiert auf Proteste und lockert Corona-Massnahmen

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Grösste Proteste seit 1989«Neue Situation» – plötzlich lockert China die Corona-Massnahmen

Pekings Null-Covid-Politik und die damit verbundenen Lockdowns haben in China eine landesweite Protestwelle ausgelöst. Nun deuten sich Lockerungen an. 

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In China halten die grössten Proteste seit dem Jahr 1989 weiter an. Bild: Solidaritätsprotest in Tokio am 30. November. 

In China halten die grössten Proteste seit dem Jahr 1989 weiter an. Bild: Solidaritätsprotest in Tokio am 30. November. 

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Inzwischen haben die Proteste eine gewisse Wirkung erzielt: So hat die Regierung Lockerungen der Corona-Massnahmen angekündigt. Bild: Solidaritätsprotest in Seoul am 30. November. 

Inzwischen haben die Proteste eine gewisse Wirkung erzielt: So hat die Regierung Lockerungen der Corona-Massnahmen angekündigt. Bild: Solidaritätsprotest in Seoul am 30. November. 

AFP
Die südliche Stadt Guangzhou verkündete trotz steigender Infektionszahlen das teilweise Ende wochenlanger Beschränkungen.

Die südliche Stadt Guangzhou verkündete trotz steigender Infektionszahlen das teilweise Ende wochenlanger Beschränkungen.

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Darum gehts

  • Die landesweiten Proteste in China haben Wirkung gezeigt. 

  • So werden die Corona-Massnahmen teilweise gelockert, Guangzhou hat das teilweise Ende wochenlanger Beschränkungen verkündet. 

  • Die Proteste richteten sich auch gegen Staatschef Xi Jinping. Es ist die grösste Protestbewegung seit den Demokratie-Protesten 1989.

Nach landesweiten Protesten gegen die Null-Covid-Politik hat China Lockerungen der Corona-Massnahmen angedeutet und Beschränkungen in einigen Regionen bereits zurückgenommen. Die «neue Situation» erfordere «neue Aufgaben», sagte Vize-Ministerpräsidentin Sun Chunlan am Mittwoch bei einer Rede vor der Nationalen Gesundheitskommission. Die Omikron-Variante schwäche sich ab und die Impfrate steige an, erklärte sie nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die strenge Null-Covid-Strategie erwähnte sie nicht mehr.

Für Cafés und Restaurants braucht es weiter einen Test

Am selben Tag erklärte die chinesische Hauptstadt Peking, dass sie die tägliche Testpflicht einschränken werde. Ältere Menschen, Schüler und Lehrer im Online-Unterricht und andere, die ihr Zuhause nicht oft verliessen, seien nun von täglichen Tests befreit, erklärte ein Sprecher der Stadtregierung. Allerdings brauchen alle Bewohner Pekings weiterhin einen innerhalb der vergangenen 48 Stunden erfolgten negativen Test, um öffentliche Orte wie Cafés, Restaurants und Einkaufszentren aufzusuchen.

Die südliche Stadt Guangzhou verkündete indes trotz steigender Infektionszahlen das teilweise Ende wochenlanger Beschränkungen. In der Hafenstadt war es am Dienstagabend zu Zusammenstössen zwischen Polizei und Demonstrierenden gekommen, am Mittwoch seien dann die Beschränkungen in allen Bezirken mit Ausnahme einiger ausgewiesener «Hochrisiko»-Viertel gelockert worden, wie die örtliche Gesundheitsbehörde erklärte.

Auch in Guangzhou sollen sich Menschen, die das Haus nicht oft verlassen, künftig nicht mehr täglich testen lassen müssen. Der von den Protesten geschüttelte Stadtteil Haizhu ging noch weiter und erklärte, nur Mitarbeiter mancher Sektoren müssten noch tägliche Corona-Tests vorweisen – etwa aus dem medizinischen Bereich, aus Apotheken oder Lieferfahrer.

Es ist die grösste Protestbewegung seit 1989

Die staatliche Zeitung «Southern Metropolis Daily» berichtete am Donnerstag, dass örtliche Behörden in Peking und Guangzhou zudem erwägten, auch manchen Corona-Infizierten die Isolation an ihrem Wohnort statt in staatlichen Isolationseinrichtungen zu erlauben. Der Bericht wurde jedoch später gelöscht, die lokalen Behörden antworteten nicht auf Anfragen dazu.

Die Stadt Chongqing im Südwesten teilte am Mittwoch mit, dass zumindest Kontaktpersonen von Corona-Infizierten fortan unter bestimmten Bedingungen auch zu Hause unter Quarantäne gestellt werden können.

Suns Äusserungen sowie die jüngsten Lockerungen «könnten darauf hindeuten, dass China beginnt, das Ende seiner strengen Null-Covid-Politik in Betracht zu ziehen», sagten Analysten von ANZ Research.

Pekings Null-Covid-Politik und die damit verbundenen Lockdowns haben in China eine landesweite Protestwelle ausgelöst. Die Proteste richteten sich auch gegen Staatschef Xi Jinping. Es ist die grösste Protestbewegung seit den Demokratie-Protesten 1989. 

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(afp/fis)

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