China setzt Sonderermittler zu Sklavenarbeitern ein
Aktualisiert

China setzt Sonderermittler zu Sklavenarbeitern ein

Nach der Freilassung von über 500 Sklavenarbeitern in China hat die Regierung in Peking Sonderermittler in dem Fall eingesetzt.

Diese sollten mögliche weitere Betroffene finden und die Hintergründe aufklären, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Das Ermittlerteam solle Ziegeleien und Kohlebergwerke in Nord- und Zentralchina untersuchen, wo Arbeiter wie Sklaven gehalten wurden.

Die Regierung befürchtet dem Bericht zufolge, dass in den Provinzen Henan und Shanxi noch hunderte weitere Menschen unter ähnlich schlimmen Bedingungen leben und arbeiten müssen.

Unter den bislang befreiten Sklavenarbeitern befanden sich teilweise Kinder im Altern von acht Jahren. Sie wurden nach Polizeiangaben geschlagen und waren zum Teil fast verhungert. Verstrickt in den Skandal sind nach Zeitungsberichten auch Politiker der Kommunistischen Partei (KP) und die örtliche Polizei.

Nach Angaben der Zeitung «Beijing Youth Daily» wurden viele der Kindersklaven von den Strassen entführt und für 500 Yuan (rund 75 Franken) an die Unternehmen verkauft.

(sda)

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