1100 Festnahmen: China stellt Rotlichtmillieu auf den Kopf
Aktualisiert

1100 FestnahmenChina stellt Rotlichtmillieu auf den Kopf

Bei einer Serie von Einsätzen gegen Prostitution sind in Edel-Clubs in der chinesischen Hauptstadt Peking mehr als 1100 Verdächtige festgenommen worden.

Prostitution ist in China offiziell verboten.

Prostitution ist in China offiziell verboten.

Die Polizei habe innerhalb eines Monats dutzende Diskotheken, Karaoke-Bars sowie Massage- und Friseursalons durchsucht.

Dies berichtete am Freitag die staatliche Zeitung «China Daily». Allein im zentralen Pekinger Stadtteil Chaoyang seien 35 Nachtclubs und 256 Friseur- und Massagesalons vorläufig geschlossen worden, berichtete die staatliche Zeitung «Global Times». Die meisten Etablissements wurden den Berichten zufolge von Mitgliedern der organisierten Kriminalität geführt.

Reiche Kundschaft

«Die Kunden waren in der Regel sehr reich», zitierte «China Daily» den Geschäftsführer eines Nachtclubs. Sie hätten mindestens 20'000 Yuan (3260 Franken) für eine Mitgliedskarte bezahlt, die Anspruch auf «besondere Dienste» verleihe, fügte er in Anspielung auf Prostitution hinzu.

Nach ihrer Machtübernahme in China 1949 hatten die Kommunisten Prostitution verboten. Im Zuge des wirtschaftlichen Booms der Volksrepublik in den vergangenen Jahrzehnten wurde aber wieder vermehrt Sex gegen Geld angeboten.

(sda)

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