Blockbuster ausgestochen: China stösst mit 3D-Sex in den US-Markt vor
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Blockbuster ausgestochenChina stösst mit 3D-Sex in den US-Markt vor

Wie kann ein chinesischer Film über Liebesbeziehungen während der Ming-Dynastie im Mutterland der Blockbusters zum Kassenschlager werden? Mit 3D – und Porno.

von
obi

Im April 2011 ging einer der wichtigsten Kultur-Events des Jahres fast unbemerkt über die Bühne – wobei «fast unbemerkt» ein falscher Ausdruck ist, zeugt es doch vom beschränkten eurozentrischen Horizont und postkolonialer Arroganz. Denn viele – sehr viele – Hongkong-Chinesen pilgerten vor wenigen Wochen an die Premiere eines 3D-Spektakels mit bahnbrechender Anatomie, das einen Primeur in der Filmgeschichte darstellt. Nein, nicht «Avatar» – viel grösser. Die Rede ist von «3D Sex and Zen», dem ersten 3D-Pornofilm der Welt.

Beim abendfüllenden Streifen handelt es sich um ein Liebesdrama, das zur Zeit der Ming-Dynastie spielt. Wenn Sie nun an einen Kostümfilm mit Kuschelfaktor denken, liegen Sie gar nicht so falsch – nur, dass die Liebesszenen (und noch ein paar Orgien dazu) in grafischem Detail gezeigt werden. Und das noch in 3D.

Blockbuster ausgestochen

Nachdem «3D Sex and Zen» in Hong Kong die gesamte Mainstream-Konkurrenz hinter sich liess, führte es seinen Siegeszug in Australien und Neuseeland fort, wo er Blockbuster wie «Scream 4» oder «Fast Five» in Sachen Box-Office-Verkäufe ausstach und mit «Pirates of the Carribean 4» gleichauf lag.

Angesichts eines solchen Erfolges nahmen selbst die hollywoodfixierten USA davon Notiz. «The Hollywood Reporter» berichtet nun, dass mit China Lion Film Distribution ein schlagkräftiger US-Verleih gefunden wurde. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis den amerikanischen Blockbustern dasselbe Schicksal blüht wie in Südostasien.

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