Virtuelle Währung: China verbietet Banken den Einsatz von Bitcoin
Aktualisiert

Virtuelle WährungChina verbietet Banken den Einsatz von Bitcoin

Neuer Rückschlag für Bitcoin: China hat den Banken des Landes Transaktionen mit der digitalen Währung verboten. Privatleute können Bitcoin aber auf eigene Gefahr weiterverwenden.

von
whr
Die virtuelle Währung funktioniert unabhängig von Notenbanken oder Regierungen.

Die virtuelle Währung funktioniert unabhängig von Notenbanken oder Regierungen.

Der Bitcoin sei ein «virtuelles Gut», das keinen legalen Status oder monetären Gegenwert habe und deshalb nicht als Währung benutzt werden sollte, teilte die chinesische Notenbank am Donnerstag mit. Demnach dürften Banken und auch Zahlungssysteme weder mit Bitcoin handeln noch verkaufen oder diese auf Lager haben. Privatleute könnten die virtuelle Währung aber auf eigene Gefahr weiter verwenden, hiess es. Der Bitcoin-Kurs verlor daraufhin an Boden. Auch Thailand hatte den Einsatz von Bitcoin im Juli für die meisten Transaktionen verboten.

Die virtuelle Währung funktioniert unabhängig von Notenbanken oder Regierungen. Das in Atlanta ansässige Unternehmen BitPay wickelt für mehr als 4500 Unternehmen Transaktionen in Bitcoin ab. Seit gut vier Jahren kann man im Internet mit der virtuellen Währung etwa Waren kaufen oder andere Transaktionen abwickeln und dabei eine gewisse Anonymität geniessen.

Illegale Aktivitäten

Die Akzeptanz von Bitcoin wächst trotz der grossen Kursschwankungen, die die Währung schon erlebt hat. In China wird aktiv mit Bitcoin gehandelt, offenbar wegen der begrenzten Alternativen für Geldanlagen. Die Polizei gab diese Woche bekannt, drei Menschen festgenommen zu haben, die eine Online-Handelsplattform für Bitcoin betrieben. Sie stehen unter dem Verdacht, Geld von Anlegern in der Höhe von 25 Millionen Yuan (knapp drei Millionen Euro) veruntreut zu haben.

Die US-Bundespolizei FBI warnte im vergangenen Jahr davor, Bitcoin könne «ein Mittel von wachsendem Nutzen für verschiedene illegale Aktivitäten werden, die über die Internetsphäre hinausgehen». Als Beispiele wurden Kinderpornografie, Schmuggel und Terrorismus genannt. (whr/sda)

Deine Meinung