07.09.2020 10:03

Retourkutsche an TrumpChina verweigert US-Medien neue Presseausweise

Der Konflikt zwischen China und den USA spitzt sich weiter zu. Jüngst im Fokus stehen Journalistinnen und Journalisten. Die Chinesen drohen als Retourkutsche den Amerikanern mit Ausweisung.

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Das Verhältnis zwischen den USA und China bleibt weiterhin angespannt.

Das Verhältnis zwischen den USA und China bleibt weiterhin angespannt.

Keystone
Die Chinesen drohen nun mit der Ausweisung weiterer Korrespondenten. Betroffen wären beispielsweise CNN.

Die Chinesen drohen nun mit der Ausweisung weiterer Korrespondenten. Betroffen wären beispielsweise CNN.

Keystone

Darum gehts

  • Der Sprecher des chinesischen Aussenamtes bestätigte Berichte, wonach man Journalisten von US-Medien die Pressekarten nicht verlängen wolle.
  • Betroffen sind unter anderem CNN, «Wall Street Journal» und die Fotoagentur Getty.
  • Sie durften ihre Ausweise nur bis im November verlängern, danach droht die Ausweisung.

Als Retourkutsche für die Behandlung chinesischer Journalisten in den USA droht China mit der Ausweisung weiterer Korrespondenten amerikanischer Medien. «Alle Optionen liegen auf dem Tisch», sagte Aussenamtssprecher Zhao Lijian am Montag vor der Presse in Peking. China wolle aber nicht, dass es dazu komme. Er bestätigte Berichte, wonach Chinas Aussenministerium einigen Korrespondenten von US-Medien die Pressekarten zunächst nicht verlängert habe.

CNN, «Wall Street Journal», Getty

Genannt wurden der US-Nachrichtensender CNN, das «Wall Street Journal» und die Fotoagentur Getty. Statt der meist für ein Jahr gültigen Presseausweise erhielten mindestens fünf Journalisten nur Schreiben, mit denen sie ihre Visa bis Anfang November verlängern können. Danach droht die Ausweisung. Es sei eine «wechselseitige Massnahme» als Reaktion auf den Umgang mit chinesischen Journalisten in den USA, wurde dem CNN-Reporter David Culver mitgeteilt.

Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen beiden Ländern haben die USA die Freizügigkeit für chinesische Journalisten in den USA in den vergangenen Monaten deutlich eingeschränkt. Anlass sind die verschlechterten Arbeitsbedigungen für Auslandskorrespondenten in China sowie die Tatsache, dass chinesische Journalisten in den USA meist für Staatsmedien oder kommunistische Progandaorgane arbeiten.

China beschwerte sich über US-Behandlung

China beklagt, dass wegen neuer Obergrenzen der USA im März schon rund 60 chinesische Journalisten das Land verlassen mussten. Auch hatten die US-Behörden im Mai die Aufenthaltsdauer jeweils auf 90 Tage beschränkt – mit der Möglichkeit der Verlängerung. Im August wurde diese zwar nicht erteilt, aber auch keine Ausweisung verfügt. Damit gilt laut US-Berichten de-facto eine Verlängerung von 90 Tagen. Die Frist für Chinas Journalisten läuft aber Anfang November ab.

In diesem Zusammenhang verlangen die USA jetzt nach chinesischen Angaben, dass China rund zehn Korrespondenten von US-Medien, die das Land – als Reaktion auf die Ausweisung der 60 chinesischen Journalisten – im Frühjahr verlassen mussten, wieder einreisen und arbeiten lässt. Es handelt sich um Reporter des «Wall Street Journals», der «Washington Post» und der «New York Times».

(SDA/ore)

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3 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Oli K.

07.09.2020, 12:13

Richtig.... !